Seit dem letzten Besuch bei unseren Freunden in Rothemühl hat sich im Garten einiges getan. Es warteten nicht nur Unmengen an Erbsen darauf gepflückt, sondern auch ein großartiges Baumhaus darauf erkundet zu werden. Lars hat es natürlich für Levi gezimmert, wir wären aber am liebsten direkt selbst eingezogen! Die Stunden mit Vorlesen und Eisessen hoch über dem wild bewachsenen Garten waren so wundervoll. Bei diesem Ausblick und Vogelgezwitscher in den Ohren kommen einem die besten Ideen! Zum Beispiel die zu Erbsenstampf mit Pfifferlingen und dünn gehobelten Radieschen. Mehr dazu bald.

Das blieb nicht die einzige Inspiration für neue Rezepte, die wir mit nach Hause genommen haben. Levi ist an diesem Wochenende 6 Jahre geworden. Zur Feier des Tages hat Lars einen Johannisbeer-Streusel-Kuchen gebacken, der uns auf ein weiteres neues Rezept gebracht hat. Seid gespannt!

Überhaupt haben wir an nur zwei Tagen so viel zusammen erlebt, dass wir völlig beflügelt nach Hause gekommen sind. Abends haben wir zum Beispiel Stockbrot gebacken. Es ist kaum zu glauben, dass wir das vorher noch nie gemacht haben. Und das, obwohl Yannic als Kind jedes Jahr im Zeltlager war. Vielleicht sind wir genau deswegen völlig unbedarft an das Thema herangegangen und haben unseren Teig gefüllt. Die anderen haben zwar erst ein bisschen skeptisch geguckt aber am Ende ist sogar ein kleiner Wettbewerb um das leckerste Stockbrot entstanden. Wäre der Teig nicht irgendwann alle gewesen, hätten wir sicher noch angefangen einen Nachtisch daraus zu backen. Aber das heben wir uns einfach fürs nächste Mal auf…

Jetzt stehen wir mal wieder vor der Schwierigkeit, etwas unbeschreibliches in Worte fassen zu wollen. Also gut, versuchen wir es mal…

Als wir die Idee zu unserem neuen Workshop-Konzept Rustic & Raw ausgearbeitet haben, war ganz schnell klar, dass es die beste Möglichkeit für uns werde würde, den Teilnehmern unsere Fotografie authentisch und sehr intensiv näherzubringen. Auch wenn wir bei unseren Homeschool Workshops an einem Tag eine gute Portion unseres Wissens und unserer Erfahrung vermitteln können, so fehlt dabei trotzdem der emotionale Part, der in unserer Fotografie immer eine wichtige Rolle spielt. Viele Gedanken dazu entstehen in persönlichen Gesprächen, wozu man Zeit und Ruhe braucht. Und ein gemütliches Lagerfeuer, wie wir jetzt gelernt haben. Ein inspirierendes Umfeld, die Möglichkeit auch kulinarisch viel auszuprobieren und eine bunt gemischte Gruppe an Teilnehmern, haben diesen Workshop auch für uns unvergesslich gemacht. Wir sind überglücklich, dass sich Menschen dort versammelt haben, die bereit waren sich ein Stück aus ihrer Komfortzone zu bewegen und sich voll und ganz auf dieses Abenteuer einzulassen. Uns bedeutet das wahnsinnig viel. Denn vier Tage mit völlig fremden Menschen in einem Haus zu leben, alles miteinander zu teilen, gemeinsam zu kochen, abends gemütlich zusammenzusitzen, sich morgens ungekämmt über den Weg zu laufen und über mehr als nur Fototheorie zu sprechen, ist nicht jedermanns Sache. Aber es hat funktioniert und uns mal wieder gezeigt, wie sehr Fotografie verbindet. Wir haben erneut zu spüren bekommen, was man über seine ganz persönliche Bildsprache erreichen kann. Wie man alleine über Fotos kommunizieren kann und dass es möglich ist, genau das Gefühl beim Gegenüber auszulösen, welches man selbst empfunden hat, als das Foto entstand. Für uns ist das immer wieder faszinierend, obwohl wir uns vor 11 Jahren genau so kennengelernt haben. Über unsere Fotografie.

Aber neben all der Gefühlsduselei (einem von uns steht schon das Wasser in den Augen, ratet mal wem), möchten wir euch natürlich auch von unserem Workshop-Programm erzählen. Jetzt kommen die Fakten!

Die „Alte Schule“ in Rensow kennt ihr vielleicht schon aus einer unserer letzten Geschichten. Wir lieben dieses Haus mit seiner ganz besonderen Stimmung und dem großartigen Licht. Für uns war genau dort der richtige Ort für den Rustic & Raw Workshop. Es ist nicht nötig, sich erst ein Fotoset aufzubauen, denn das ganze Haus ist ein Set. In jeder Ecke findet man Objekte mit außergewöhnlichen Strukturen, nach denen wir seit Jahren mühevoll auf dem Flohmarkt suchen. Wir sind jedes Mal, wenn wir dort sind, aufs Neue verzaubert und können die Kamera gar nicht aus der Hand legen.

Genau das war unsere Idee! Das ganze Umfeld sollte mit in den Workshop einbezogen werden und so inspirierend wie möglich sein. Der Workshop sollte mit der Sekunde beginnen, an der die Teilnehmer das Haus betreten.

Natürlich gab es immer wieder theoretische Teile, in denen wir über unsere Fototechnik, die Bildbearbeitung und Tips zum Foodstyling gesprochen haben, aber vieles ist ganz spontan und aus der Situation heraus entstanden. Das hat für uns genau den Reiz ausgemacht. Denn die Teilnehmer konnten uns dabei beobachten, wie wir Rezepte neu kreiert und das erste Mal gekocht haben. Nichts war geprobt, schon 10 Mal gemacht und bis ins kleinste Detail geplant. So konnten wir perfekt die Gedanken in Worte fassen, die uns spontan in den Kopf kommen, wenn wir unser Essen stylen, auf der Suche nach dem schönsten Licht und nach dem richtigen Setting für unsere Aufnahmen sind.

Neben dem fotografischen Teil, der sich über all die Tage zog, war es uns besonders wichtig mit allen zusammen zu kochen und uns kulinarisch auszuprobieren. So haben wir zum Beispiel Olaf Schnelle (Schnelles Grünzeug) als Experten zum Thema Fermentation eingeladen und können es kaum abwarten unser Möhren-Holunderblüten-Ferment zu kosten! Die Möhren, frisch aus der Erde gezogen, waren pur schon ein Gedicht.

Das Kochen in der „Alten Schule“ ist gar nicht mal so einfach, denn sie ist komplett mit Holzöfen ausgestattet. Eigentlich finden wir das sehr schön. Und bei unserem letzten Besuch im Winter war es herrlich die Öfen anzufeuern. Aber im Sommer? Wo es ohnehin schon heiß ist und man am liebsten alles nach draußen verlegt? Genau das haben wir auch gemacht und das Essen hauptsächlich draußen auf dem Feuer zubereitet. Das ist auch für uns eine ganz neue Art zu kochen, in die wir auf unserem Roadtrip durch Schottland schon ein wenig eintauchen konnten.

Es gab zum Beispiel Burger, belegte Fladenbrote vom Grill mit einer Sauce aus gerösteter Paprika und in Heu geräucherter Spargel mit gebackenen Kartoffeln und einer Geräucherten-Nussbutter. Yannic war als Grillmeister total in seinem Element und würde am liebsten nur noch im Feuer kochen. Was wohl unsere Nachbarn dazu sagen würden, wenn wir auf dem Balkon eine Feuerstelle aufbauen? Es wäre einen Versuch wert das herauszufinden.

Es gäbe mal wieder so viel zu erzählen. Von diesen 4 wundervollen Tagen, die wir gemeinsam mit großartigen Menschen verbracht haben. Aber wie schon zu Anfang erwähnt, kommunizieren wir am liebsten über unsere Fotos. Und davon gibt es mal wieder eine ganze Menge.

Eindrücke unserer Teilnehmer findet ihr zum Beispiel auf dem Foodblog von Marina (piroggi.com), bei Sophia (IN SEACH OF) oder Conny (Cornelia Kahr Fotografie).

Schottland. Wie können wir dieses Land nur beschreiben? Das Land, in das wir, auf der Suche nach Stille, gereist sind, um von Bergen, Wasser, Bäumen und Nebel umarmt zu werden.

Vielleicht fangen wir ganz vorne an – bei unserer Entscheidung, vier Wochen lang unterwegs zu sein, mit Auto und Zelt, mitten in der Natur, fernab von all dem digitalen Rummel, der sich täglich bei uns abspielt. Um kreativ zu bleiben, brauchen wir von Zeit zu Zeit solche Auszeiten. Weg vom Computer und Handy, Facebook und Instagram, von den virtuellen Gesprächen, Buchstabengeplapper. Dann suchen wir das Pure, Echte, Ursprüngliche. Um zu fokussieren, wer wir gerade sind, wohin wir eigentlich wollen. In vier Wochen kann man sich mit jeder Faser darauf einlassen, die Natur aufsaugen, das Neue erkunden, wieder zu sich selbst zurückfinden.

Wir lieben es auf diese Art zu reisen, weil man alle Freiheiten hat und das Leben auf sich zukommen lassen kann. Ohne große Erwartungen, ohne Verpflichtungen.

Einfach das Zelt an Orten aufschlagen, die einen inspirieren und zur Ruhe kommen lassen. In Schottland ist das möglich und damit einer der Gründe, aus denen wir uns dieses wunderbare Fleckchen Erde ausgesucht haben. Und genau diese Behausung.

Wir sind weit davon entfernt, erfahrene Zeltreisende zu sein, deswegen sollte es die Luxusvariante sein (wobei – wenn man dann sieht, was sich manche Leute für Zelt-Schlösser auf den Campingplätzen aufbauen…). Hoch oben auf dem Dach von unserem Defender, auf der großen, warmen und weichen Matratze, haben wir himmlisch geschlafen. Es ist nicht wie ein Campervan, in dem man kochen kann, sich verkriechen, wenn es draußen ungemütlich wird. Man ist der Natur im Dachzelt einfach noch ein Stück näher, erledigt viele Dinge draußen, aber auf sehr komfortable Art und Weise. In fünf Minuten ist alles aufgebaut; im Wagen hatten wir alles dabei, was wir zum Glücklichsein brauchten.

Los ging unsere Tour in Edinburgh. Dort hatten wir erst einmal ein paar Stunden Zeit, uns in aller Ruhe den Flughafen anzusehen. Als dann auch unsere Koffer endlich die Landung antraten, war es schon so spät, dass wir uns für die erste Nacht auf einem Campingplatz in der schottischen Hauptstadt einquartieren mussten, um am nächsten Tag dann entspannt Richtung Westen aufzubrechen.

Wenn der Sinn eines Roadtrips nicht wäre, sich von A nach B zu bewegen, dann hätten wir die komplette erste Woche vermutlich schon im Loch Lomond & The Trossachs National Park verbummelt. Große Begeisterung noch bevor wir überhaupt richtig „on the road“ waren. Und direkt am ersten Tag wurde uns auch klar, dass es so ganz ohne Handy-Empfang und Internet zwar sehr entspannend, aber auch kompliziert sein kann. Der Nationalpark gehört nämlich zu einem der wenigen Orte in Schottland, an denen man nicht wild campen darf. Da wir vorher nicht wussten, dass man dafür eine schriftliche Genehmigung braucht, waren wir eine Stunde lang damit beschäftigt, auch nur den Hauch eines Handysignals zu ergattern, um uns ebendiese Erlaubnis zu besorgen. Das allein war schon ein kleines Abenteuer. Von unserem Wunschplatz zum Ort mit Empfang, wieder zurück zum Wunschplatz, weil wir dessen genaue Bezeichnung nicht kannten, wieder zum Ort mit Empfang, … und so weiter. Doch der Aufwand hat sich mehr als gelohnt! Am schönen Loch Achray verbrachten wir unsere erste Nacht in der Natur.

Mit Vogelgezwitscher einzuschlafen und auch davon geweckt zu werden, sich direkt im kalten See waschen zu können und dann ganz entspannt zu frühstücken, war einfach wunderbar! Noch schöner wurde der Morgen dann, als zwei Ranger vor uns standen, die nicht einmal eine Sekunde an unserer Erlaubnis interessiert waren, sondern einfach nur neugierig unseren Land Rover begutachten wollten. Die Schotten sind wahnsinnig liebe Menschen. Die beiden Jungs fragten uns nach unserer Route aus, haben uns dazu Tipps gegeben und sogar Urlaubsfotos ihrer eigenen Reisen durch Schottland gezeigt. Jeder erklommene Gipfel hat sie richtig stolz gemacht. Das war ziemlich süß.

Trotz des schönen Plätzchens und der netten Gesellschaft haben wir zusammengepackt, um weiterzuziehen. Richtung Glencoe, von dem alle reden! Und wir müssen schon sagen, man findet sich dort in einer beeindruckenden Kulisse wieder. Das sehen allerdings auch hunderte andere so. Die kilometerlange Schotterpiste zum Loch Etive haben wir uns einsam und verlassen vorgestellt. Man darf doch wohl mal ein bisschen naiv sein! In der realen Welt stand hingegen in jeder Haltebucht ein Campervan. Überall sprossen Zelte wie Pilze aus dem Boden. All unsere geplanten Wanderungen durch das Tal und um den Ben Nevis herum haben wir kurzerhand verworfen. Denn wir waren nicht auf der Suche nach den perfekten Instagram- und Pinterest-Motiven, die sich schon auf unsere Netzhaut gebrannt hatten, bevor wir sie mit eigenen Augen sahen.

Wir haben die Stille gesucht, in der man sich verlieren kann und das Gefühl bekommt, allein auf der Welt zu sein.

Und schon 30 Fahrtminuten von Fort William entfernt konnten sich die Glücksgefühle wieder einstellen. Denn plötzlich tat sich, auf dem Weg nach Mull, ein kleiner See auf, an dem stundenlang keine Menschenseele vorbei kam. Mit tollem Blick auf die Berge des Glencoe, den wir ganz allein genießen konnten. Und so entspannt ging es dann auch auf Mull weiter. Mit viel Zeit zum Kochen und für uns .

Beim Campen merken wir immer wieder, wie viel Spaß es macht mit wenigen Zutaten und ohne viel Chi-Chi auszukommen. Am ersten Tag der Reise stellten wir uns beim Einkaufen eine kleine Vorratskiste zusammen, die uns bis zum Ende unserer Tour begleitete. Darin waren Pflanzenöl, Rotweinessig, Salz, Pfeffer, geräuchertes Paprikapulver, Senf, Kerne, Ahornsirup und getrocknete Tomaten. Das war unsere Basis zum Würzen. Und es ist erstaunlich, wie viele verschiedene Geschmäcker sich damit erzeugen lassen.

Das pure Feuer war meistens unser Herd. Direkt im Feuer zu kochen bzw. zu grillen und zu räuchern, hat eine ganz eigene Magie. Erst einmal wählt man das richtige Holz dafür aus, macht es sich um die Feuerstelle gemütlich und verbringt so den ganzen Abend um den Kochtopf herum. Eines dieser Super-Grill-Gerichte war ein gefülltes Brot, das wir in einem gusseisernen Topf auf dem Feuer gebacken haben. Aubergine und Paprika wurden direkt in der Glut geröstet, dann geschält, gehackt und als saftige Füllung in einen Hefeteig gerollt. Eine Stunde lang musste das Brot im Topf backen. Zwischendurch einmal wenden.

Das Aroma war einfach herrlich! Dazu das Plätschern eines Wasserfalls im Ohr, eine Flasche Bier in der Hand, eine warme Brise auf der Haut, was will man mehr?Vielleicht einen türkisblauen Sandstrand mit Schafen? Blühende Wälder, schwarze raue Steinküsten, rote Telefonhäuschen irgendwo im Nirgendwo? Gibt’s alles auf Mull. Und Sonne! Genau aus diesem Grund haben wir uns auch den Mai als Reisezeit ausgesucht. Er ist der regenärmste Monat und es gibt noch keine oder nur wenige Midges. Midges? Kennt ihr nicht? Das ist auch gut so! Denn Midges sind mikrokleine Mücken-Biester, die einen beißen und dabei ein reizendes, juckendes Sekret abgeben. Als wäre das nicht schon genug, treten sie auch noch in Schwärmen auf. Zu tausenden. Genau wie die Schafe. Nur dass letztere nicht zu wildem Umherschlagen, sondern zu entzücktem Ausrufen oder Quieken auffordern. Diese süßen Lämmer überall! In Schottland zur Frühlingszeit kann man gar keinen schlechten Tag haben. Denn irgendwann taucht immer ein fröhlich hüpfendes Lämmlein auf, das alle Sorgen vergessen macht.

Aber noch einmal zur Wetterfrage: angeblich darf man in Schottland nach einem Sonnentag mit keinem weiteren rechnen. Auch nicht im regenärmsten Monat. Wir sind irgendwann bei Nummer 7 in Folge angelangt. Wo sind wir hier eigentlich? Wo ist all der Regen und Nebel? Höchste Zeit, weiterzufahren nach Skye! Und siehe da, auf dem Weg zum Hafen tauchten die ersten kleinen Wölkchen auf und der Himmel zog sich mit jedem Kilometer weiter zu.

Es wurde ungemütlich, kalt, der Himmel immer wolkenverhangener und grau, Nieselregen folgte. Endlich! Genau so sollte Schottland doch sein!

Nach 10 Tagen ohne warmes Wasser und Strom war unser langersehntes Schottlandwetter dann aber doch ein Grund, auf den zweiten Campingplatz unserer Reise zu fahren. Wenn wir behaupten würden, die heiße Dusche nicht genossen zu haben, dann würden wir lügen. Aber sowas von!

Wir fanden es auch auf eine Art beruhigend einen festen Schlafplatz zu haben. Man kann schon viel Zeit dafür aufwenden, den „perfekten Platz“ für die Nacht zu finden. Ist es das schon, fahren wir noch weiter, gibt es hinter der nächsten Ecke noch eine bessere Aussicht oder einen Ort, der bei dem Sturm gerade etwas Windschutz bietet? Stehen wir heute lieber am See oder im Wald? Ist der Untergrund trocken genug, gerade genug, weit genug von der Straße weg? Und das Tag für Tag.

Unsere Route schlängelt sich meist durch „single track roads“, abseits der großen Straßen. Dort kann man entspannter fahren und all die Eindrücke aufsaugen oder einfach anhalten ohne ein Verkehrschaos zu verursachen. Und liegt der Schlafplatz dann doch nur ein paar Meter von der Straße entfernt, kann man immer noch ruhiger schlafen, als in Berlin, wo wir oft frühmorgens durch die laut polternde Müllabfuhr geweckt werden (Nicht, dass wir uns über diesen großartigen Service beschweren möchten!).

Schnell wird klar, warum Skye so beliebt ist. Die Insel hat eine ganz besondere Atmosphäre, bietet viele spektakuläre Landschaften auf kleinem Raum. Auch fernab der Touristenziele wie dem Old Man of Storr, den Fairy Pools, Kilt Rock, Neist Point oder den Fairy Glens. Ein kleiner Tipp, auch wenn sich das von selbst versteht: Wenn ihr immer weiter lauft, seid ihr auch überall dort irgendwann allein. Die Touristenbusse müssen nach einer halben Stunde weiter, es gibt ja noch so viel Anderes zu sehen, da ist meist keine Zeit, sich länger an jedem der vielen Hot Spots aufzuhalten.

Wir suchen uns Ziele aus, die eben nicht so einfach zu erreichen sind, weil sie nicht unmittelbar an der Straße liegen. Auf der Wanderung zum Loch Coruisk zum Beispiel sind wir auf mehr als zwanzig Kilometern nur drei Menschen begegnet. Und wo wir schon bei einem der schönsten Lochs in Schottland sind… vielleicht holen wir für diese Geschichte ein bisschen weiter aus und springen noch einmal einen Tag zurück. Hier sind wir nämlich an dem Punkt, an dem Yannic sich nach alter Urlaubstradition mal wieder auf die Fresse gelegt hat. Auf rutschigen Steinen durch einen Fluss zu springen kann halt auch mal nach hinten losgehen. Vor allem, wenn man für den nächsten Tag eine der längsten Wanderungen seiner Tour geplant hat. Wegen Yannics schmerzendem Knöchel hatten wir schon überlegt, einfach ein Boot zum Loch Coruisk zu nehmen. Der kleine Hafen in Elgol war allerdings zwei Tage lang außer Betrieb. Selbst die angetauten Boote wurden schon so durchgeschüttelt, dass wir uns auch gar nicht erst vorstellen wollten, wie das Spielchen mitten auf dem Wasser aussehen würde.

Also Zähne zusammenbeißen und den Weg mit verstauchtem Knöchel antreten. Hoch geschnittene Wanderschuhe plus Schmerzsalbe und -tabletten wirken wahre Wunder! Los geht die Wanderung durch die wunderschönen Cuillin Hills, gemütlich auf einem breiten Schotterweg. Es war klar, dass der Weg zwar lang werden würde, aber keine großen Höhenmeter zu überwinden wären. Easy Peasy also! Nach 15 Minuten wird dann hektisch die Regenkleidung aus den Rucksäcken gezogen, weil es plötzlich anfängt, in Strömen zu gießen. Nach einer halben Stunde, die wir durch dichten Nebel laufen, ist es dann auch schon wieder vorbei mit der Dusche. Gerade, als wir auf dem Sattel des Am Mam stehen, klart es auf und wir realisieren, dass wir mitten in den Bergen stehen, mit Blick auf das schäumende Meer und das erste Loch der Wanderung.

Dieses Gefühl ist immer wieder großartig! Durch dichten Nebel zu wandern um dann in einer völlig unerwarteten Kulisse zu stehen, sobald es wieder aufklart.

Über nasse, rutschige Steine überqueren wir mal wieder einen Fluss. Dieses Mal ganz langsam und ohne nasse Hose. Auf einer Landzunge geht es direkt am Meer entlang. Der Wanderführer beschreibt es so: „mehrfach müssen unangenehme Felsspalten und -blöcke umgangen bzw. überklettert werden – warm up für den Bad Step“. Bei böigem Wind und Nässe muss man bei jedem Schritt aufpassen, nicht wegzurutschen. Auf den Wiesenabschnitten sinken unsere Schuhe schmatzend im sumpfigen Boden ein. Irgendwann kommen wir dann trotzdem am berüchtigten „Bad Step“ an. „Knapp über dem kristallklaren Wasser balancieren wir auf einem abgesprengten Felsblock“, so der Führer. Kein Ding! Für uns ist es doch eine leichte Fingerübung, unter Windstößen in matschigen, rutschigen Wanderschuhen auf einer Spalte im nassen Felsen zu balancieren, die geradewegs ins tosende Meer führt! Nüchtern betrachtet ist sicher alles harmloser, als es aussieht und sich anhört. Wir suchen uns trotzdem lieber einen Umweg, der zwar auch etwas Kletterei erfordert, bei Abrutschen aber wenigstens nur ein paar blaue Flecke zur Folge hätte, anstatt samt Rucksack im Wasser zu landen. Nach all den Anstrengungen liegt dann endlich das wunderschöne Loch vor uns, gehüllt in graue Wolken. In diesem Moment erst wird uns bewusst, wie viel Zeit wir mit all der Kletterei, der Suche nach Umwegen, dem Ziehen der Schuhe aus dem Matsch usw. verloren haben. Das war so nicht geplant. Eine leichte Nervosität stellt sich ein, dazu die Frage, wie wir weitermachen. Zurückzugehen ist nach all den Strapazen eigentlich keine Option. Wir machen uns also weiter auf den Weg mitten in die Berge. Wobei Weg hier wirklich übertrieben ist. Immer wieder verlieren wir auf dem verregneten Untergrund den Pfad. Ohne GPS würden wir gar nicht weiterkommen. Was für ein Glück, dass es gerade in dem Moment schon einen schwachen Akku ankündigt! Die Ersatzakkus liegen natürlich im Auto, das macht ja auch Sinn, nicht wahr? Die dunkelgrauen, schweren Wolken ziehen so schnell über uns hinweg, dass die leichte Nervosität zur Panik anwächst. Was würde uns überhaupt in den Bergen erwarten? Ist es klug, einen unbekannten, zehn Kilometer langen Weg bei diesen unberechenbaren Wetterbedingungen weiter zu gehen? Ohne Koordination, ohne Handyempfang, mit wenigen Stunden bis zum Einbruch der Dunkelheit? Das ist wohl einer der Momente, vor denen all die Wanderführer warnen. Leichtsinnig sollte man in Schottland nicht werden. Auch auf der kleinsten Strecke kann man sich plötzlich in ungeahnten Situationen wiederfinden. Aus strahlendem Sonnenschein können im Handumdrehen Sturzbäche werden. Im dichten Nebel kann man sich schnell verlieren. Mit alldem im Kopf muss eine Entscheidung her. Wir entscheiden uns für den schwierigen, aber schon bekannten Weg zurück, über den Bad Step, die rutschige, windige Landzunge, den Fluss.

Wir packen gerade die Kamera, die während der letzten Stunden immer zur Hand war, weg, damit wir schneller voran kommen und ungehindert klettern können. Da steht ein Reh nur einen Meter von uns entfernt am wolkenverhangenen Loch. Wir müssten nur die Hand ausstrecken. Es schaut uns direkt an. Wir wechseln einen kurzen Blick, überlegen, die Kamera langsam aus dem Rucksack zu ziehen – und schon ist der Moment vorbei. Bleibt nur in unseren Köpfen zurück. Aber da ist er vielleicht sogar besser aufgehoben, als in Pixel gebannt. Die besten Bilder sind die, die man nicht gemacht hat, oder?

Ebenso denken wir an diese kleine Straße zurück, die wir auf dem Weg zum Neist Point abgefahren haben. Die Landschaft war mal wieder in Nebel gehüllt und auf einmal taucht dieser Torfstecher mit seinem Hund auf. Ein großartiges Bild! Wieder nur in unseren Köpfen. Und sehr gut dort aufgehoben.

Geschafft von der kräfte- und nervenzehrenden Wanderung suchen wir mal wieder einen Schlafplatz. Die Ansprüche sind dieses Mal nicht so hoch. Hauptsache etwas Ruhiges, um dem Wind zu entkommen und auszuruhen. Wir sprechen mit einem kauzigen Local mit Rauschebart. Er macht sich erst einmal lustig darüber, dass wir die läppischen 50 mph (80 km/h) als Sturm bezeichnen. Sturm wäre erst, wenn einem die Autotür meterweit davonfliegt, sobald man sie öffnet. So 100 mph. Im Lexikon finden wir dazu den Ausdruck: Orkan. Wir folgen seinem Tipp und übernachten auf einem etwas abgelegen Park- bzw. Rastplatz, den wir schon bei der Hinfahrt entdeckt hatten. Immer wieder haben wir die Erfahrung gemacht, dass man vor einem Parkplatzschild gar nicht zurückschrecken muss. Auch wenn man auf der Suche nach einem schönen, ruhigen Schlafplatz ist. Denn immer wieder sind die Rastplätze so aufgebaut, dass es kleine Nischen, umringt von Bäumen, gibt, in denen man ungestört die Nacht verbringen kann.

Über Skye ließe sich noch so viel erzählen. Aber all das hätte nichts mit dem zu tun, es selbst erlebt zu haben. Deswegen reisen wir in unserem Text weiter Richtung Norden. Staunend durchfahren wir den Applecross Pass, mit seiner schmalen Straße, die sich durch beeindruckende Bergkulissen schlängelt. Weiter nach Shieldaig, vorbei an einer Landschaft, die durch hunderte kleine Lochs geprägt ist. Zu den Torridon Hills, in denen man stundenlang umherwandern kann. Die Wanderung zum Beinn Eighe kürzen wir trotzdem ab. Denn 5 Stunden im strömenden Regen sind dann irgendwann genug. Da machen die besten Wanderschuhe schlapp, das Wasser zieht sich in die Ärmel der Regenjacke und es ist einfach nicht mehr schön.

Wobei… wenn man ganz allein in den Bergen steht, ein Rudel Rehe beobachtend, und nur das Trommeln des Regens auf der Kapuze zu hören ist, dann ist das eben doch schön.

Wenn einen um die nächste Kurve dann noch ein Wasserfall erwartet, der sich in Kaskaden seinen Weg nach unten sucht, dann ist es noch schöner. Auch im Regen. Mit nassen Füssen.

Danach ist dann aber auch mal wieder Zeit für einen Campingplatz. Kalter Regen tauscht mit heißer Dusche. Der Sands Caravan & Camping Park ist einer der schönsten, die wir in Schottland besucht haben. Auch wenn der Platz ziemlich groß ist und einem gegenüber der Rezeption die dicht an dicht stehenden riesigen Wohnmobile ins Auge springen, verläuft sich alles auf dem großen Areal. Mit dem Zelt kann man sich ein ruhiges Plätzchen zwischen den Dünen suchen, mit eigenem Zugang zu dem wunderschönen Strand. Man kann sich bei schlechtem Wetter in der großen Küche aufhalten. Im Shop bekommt man alles, was man braucht. Es gibt sogar ein nettes Café und die Anlage ist sehr sauber und gepflegt. Zwei Tage entspannen wir dort am Meer und genießen es, einfach mal nichts zu machen. Spazieren, lesen, kochen, schlafen.

Und dann geht die Tour weiter Richtung Norden. Das Loch Assynt fanden wir wunderschön. Die restliche Strecke der Route 500 sind wir an einem einzigen Tag durchgefahren, weil wir sie nicht so spannend fanden. Es gibt einige schöne Castles, spannende Höhlen und sicher auch andere tolle Sachen zu entdecken. Als Tour mit dem Auto würden wir sie persönlich eher nicht empfehlen. Auch wenn wir vom Duncansby Head, an der obersten Spitze Schottlands gelegen, sehr begeistert waren. In den Klippen nisten zwischen traumhaft blühenden Pflanzen viele seltene Seevögel. Und wenn ihr euch schon mal gefragt habt, wo denn die Möwen herkommen – die werden alle genau hier gemacht. Zu Tausenden nisten sie in den Klippen. Begeistert beobachten wir das Treiben in der kleinen Möwenstadt zwischen den Felsen über dem rauschenden Meer.

Als nächstes Ziel steht der Cairngorms National Park auf unserer Liste. Auch hier könnte man wieder einen ganzen Urlaub verbringen. In dem Park liegen fünf der sechs höchsten Berge Großbritanniens.

Die verwunschenen Wälder sind von Pinienduft, Moos und Heidelbeeren durchzogen. Mal hüpft hier ein Häschen, grast dort ein Rentier. Es ist fast schon zu kitschig, um wahr zu sein.

Schade ist zwar, dass das Wildcampen in dem Gebiet sehr schwierig bzw. unmöglich ist, dafür gibt es aber gleich zwei wunderbare Campingplätze mitten im Wald.

Den Rothiemurchus Camp and Caravan Park und die Glenmore Campsite. Dort haben wir einige wunderbare Tage verbracht. Hinter dem Loch am Campingplatz sieht man Berge mit schneebedeckten Spitzen. Wir haben uns statt der tollen Aussicht aber lieber für eine ruhige Nische im Wald entschieden.

Zu Violinenklängen, die von irgendwo herüberwehten, haben wir gegrillt (Kartoffeln mit Spargel und einer Vinaigrette aus Öl, Rotweinessig, Senf, Bier und Ahornsirup), haben stundenlang den Wald beobachtet, sind umhergewandert und Kanu gefahren auf dem Loch Morlich. Es war traumhaft schön.

Im Cairngorms National Park kann man übrigens auch wunderbar ohne Zelt oder Camper übernachten. Schaut euch mal diese tollen Unterkünfte an!!  Oder besucht eines der vielen Bothies, die in ganz Schottland verteilt sind.

Die letzten Tage unserer Reise wollten wir in Glasgow und Edinburgh verbringen. Doch vorher haben wir noch einmal einen Stop im Loch Lomond & The Trossachs National Park eingelegt. Den Roadtrip dort beendet, wo er begonnen hat. Es war ein wundervoller Abend am Loch Achray, der wärmste auf unserer ganzen Reise. Zelebriert haben wir ihn mit einem Zweigängemenü, das wir komplett im und auf dem Lagerfeuer zubereitet haben. Es gab gebackene Kartoffeln, Erbsenstampf mit Dill und Senf und gebratene Radieschen. Zum Nachtisch verputzten wir gegrillten Rhabarber auf Zimtstreuseln, genossen dabei den herrlichen Sonnenuntergang. Am liebsten hätten wir noch die ganze Nacht dort am See an unserem Feuer gesessen und in Yannics Geburtstag reingefeiert. Jedoch gab es mittlerweile so viele Midges, dass es irgendwann leider unerträglich wurde, draussen rumzusitzen. Als Entschädigung bekamen wir am frühen Morgen von Mutter Natur einen traumhaften Sonnenaufgang mit Nebelschwaden über dem See geboten. Da lohnt es sich dann auch, um 6.00 Uhr wach zu werden.

Unsere Route

Die genaue Route, einige unserer Campingspots und Highlights könnt ihr auf der Karte anschauen, die wir euch zusammengestellt haben. Hier findet ihr außerdem einige Wanderungen, die wir gemacht und ein paar Restaurants, in denen wir gegessen haben.

Unsere Ausrüstung

Unser wichtigstes Utensil auf der Reise war natürlich der Defender. Der tolle, tolle Defender, der auch auf der Straße und den Campingplätzen für Aufregung gesorgt hat. Es ist total abgefahren, wie die Leute auf dieses Auto reagiert haben. Es kursieren sicher einige Fotos von uns, wie wir morgens aus dem Zelt schauen, Zähne putzen, am Feuer sitzen und vielleicht noch viel mehr, von dem wir gar nichts wissen wollen.

Nicht nur das Fahren erinnert an einen Oldtimer, auch die Wirkung auf andere Menschen ist vergleichbar. Man kommt direkt ins Gespräch, denn alle sind hochinteressiert an unserem fahrbaren Zelt. Man findet also viele neue Freunde damit. Ein bisschen skurril irgendwie, aber lustig.

Zugegeben, der Defender von Scotland Overland hat seinen Preis. In Anbetracht der perfekten Ausstattung und dem enormen Wartungsaufwand ist er aber jeden Penny wert. Das Team hat bei der Ausstattung wirklich an alles gedacht, von grundlegenden Dingen wie Geschirr, Besteck, Frischwasser, Gasflaschen, einem erstaunlich großen Kühlschrank, über Taschenlampen, Handtücher, Bio-Spülmittel, frische Lappen, Hammer, Spaten, Grill, sogar Schlafsäcke, wenn man keine eigene hat. Ach, die Liste ist einfach zu lang. All das ist super clever und praktisch verstaut, sodass man schnell an alles herankommt. Wir sind wahnsinnig begeistert!

Vor jeder Outdoor Reise fahren wir nach Steglitz in den Globetrotter Store, obwohl wir immer wieder das Gefühl haben, schon super gut ausgestattet zu sein. Aber jede Umgebung verlangt dann doch wieder eine spezielle Ausrüstung. So haben wir uns mit der Unterstützung von Globetrotter auch auf unsere Schottland-Tour besonders vorbereitet. Wir hatten das Glück, mit ihnen den Sponsor unserer Träume für diese Reise zu gewinnen. Ein paar Produkte, die uns auf unserem Roadtrip besonders ans Herz gewachsen sind, möchten wir euch hier näher vorstellen.

 

Bisher kamen wir immer gut ohne GPS aus. Dieses Mal wären wir wirklich aufgeschmissen gewesen. Karte und Kompass sehen zwar abenteuerlicher aus, aber wenn man damit nicht umgehen kann, bleiben neben netten Fotos aber sicher eher negative Erinnerungen zurück. Auch wenn wir daran denken, wie oft wir in der Vergangenheit dank vager Beschreibungen in Wanderführern schon auf dem falschen Weg waren, ist so ein Gerät einfach ein guter Begleiter. Noch dazu ist es ganz schön, sich hinterher seine gewanderten Routen anschauen zu können. Auch unsere Schlafplätze haben wir immer mit unserem Garmin GPSmap 64s getrackt, um hinterher die Reiseroute daraus zu erstellen.

 

Auch wenn Schlafsäcke theoretisch im Defender vorhanden gewesen wären, wollten wir lieber unsere eigenen. Wie bei wirklich jedem Besuch im Globetrotter Store wurden wir auch hier unglaublich gut beraten. Man kann sich Zeit nehmen, alles genau anschauen, Probeliegen, tausend Fragen stellen, um seinen perfekten Schlafsack zu finden. Wir haben uns für Daunenschlafsäcke entschieden, auch wenn wir lange über den ethischen Aspekt diskutiert haben. Umso schöner, wenn die Schlafsäcke mit Tierschutz-Zertifikat daherkommen. Sowohl Mountain Equipment als auch Yeti legen einen sehr großen Wert auf die ethische Fertigung ihrer Schlafsäcke. Und was den Schlafkomfort angeht, lagen wir mit unserer Wahl sowas von richtig! Selbst bei kalten Temperaturen wurde es, nach dem Reinschlüpfen, innerhalb kürzester Zeit kuschelig warm in unseren Schlafsäcken. Hätten wir uns für zu Hause nicht erst wunderschöne neue Leinenbettwäsche gekauft, hätten wir die erste Woche in Berlin sicher weiter im Schlafsack verbracht. Yannic hatte sich für den Mountain Equipment Helium 400 entschieden und da Susann gerne mit angewinkelten Beinen schläft, wurde es bei ihr der Yeti Tension Comfort 600.

 

Keine so unwichtige Frage beim Campen ist die Hygiene. Da wir uns viel in der Natur gewaschen haben, war ein biologisches Duschbad unverzichtbar. Wir haben sogar noch etwas besseres gefunden. Dr. Bronner’s Magic Soaps a.k.a. „Die geilste Seife ever“ ist nicht nur zu 100% biologisch abbaubar, besteht aus Fair Trade-zertifizierten Ölen, ist vegan und in recycelte Flaschen abgefüllt, nein, es ist auch noch unglaublich vielseitig einsetzbar! Es gibt wohl 18 verschiedene Anwendungsgebiete, die wir euch leider nicht alle aufzählen können. Wir haben es natürlich als Duschbad und Shampoo benutzt, aber auch als Zahnpasta, Deo, Wasch- und Spülmittel. Es riecht super und fühlt sich durch die ätherischen Öle sehr erfrischend auf der Haut an. Wir hatten die Pfefferminz-Variante dabei.

 

Da der Wagen schon so gut sortiert war, wollten wir auf jeden Fall auch in unseren eigenen Taschen Ordnung halten. Dafür hatten wir die einfachen wie genialen Packbeutel von Eagle Creek dabei. Sie sind super praktisch, um die Kleidung zu sortieren und platzsparend zu verpacken, und außerdem hochwertig gefertigt, sodass man einige Jahre daran Spaß haben sollte. Im Eagle Creek Etools Organizer konnten wir perfekt unseren Kabelsalat ordnen. Denn auch wenn wir in der Natur unterwegs waren, hatten wir trotzdem diverse elektronische Geräte dabei, die auch irgendwann einmal aufgeladen werden mussten. Und dafür brauchten wir Kabel über Kabel über Kabel.

 

Zum Aufladen des Laptops haben wir einen 150W Inverter eingepackt. Außerdem zwei Goal Zero Powerbanks, wovon eine gleichzeitig ein Akkuladegerät ist. Alles aufladbar über den Zigarettenanzünder im Auto. So konnten wir auf den Fahrten all unsere Geräte immer wieder mit Strom versorgen.

 

Natürlich ist dies keine vollständige Packliste, sondern beschreibt lediglich einige Dinge, die uns am meisten begeistert haben. Super hilfreich sind in Schottland wasserdichte Schuhe, Regenjacken und -hosen und wasserdichte Rucksack-Cover. Immer dabei ist bei uns außerdem ein Erste-Hilfe-Set, Taschenmesser und Feuerzeug.

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