Für 4 Personen

    Schon unsere Kirschbäume haben uns reich beschenkt und auch die Äste der Apfelbäume biegen sich vor lauter Früchten bis zum Boden. Eine erste Ladung von etwa 120 kg haben wir bereits geerntet und zu Apfelmus, vor allem aber Apfelsaft verarbeitet. Die übrigen Früchte sind in ganz unterschiedlichen Reifezuständen, sodass wir in den nächsten Wochen sicher nach und nach noch weiter frische Äpfel ernten können um daraus Kuchen zu backen, Chutney zu machen oder einige Äpfel in Scheiben zu dörren. Um euch ein bisschen an unserem Apfelglück teilhaben zu lassen, verraten wir euch eines unserer liebsten Rezepte.

    Für den Teig Mehl, Zucker und Salz mischen. Die kalte Butter hinzugeben und alles zügig mit den Händen verkrümeln. Das Ei hinzufügen und rasch zu einem glatten Teig verkneten. Diesen abgedeckt für 30 Minuten in den Kühlschrank legen.
    In der Zwischenzeit den Ofen auf 180°C (Ober- und Unterhitze) vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier auslegen und leicht bemehlen.
    Für die Füllung die Äpfel vierteln und das Kerngehäuse herausschneiden. Die Äpfel in feine Spalten schneiden und mit dem Zitronensaft beträufeln, damit sie nicht braun werden.
    Die Walnüsse grob hacken, Zucker und Zimt vermischen.
    Den kalten Teig auf dem Backpapier rechteckig (ca. 35 x 40 cm) ausrollen. Die Apfelscheiben, mit der Schale nach oben, auf dem Teig aufstellen. Dabei rundherum einen ca. 5 cm breiten Rand freilassen. Den Rand doppelt einschlagen, mit etwas Eiweiß bestreichen und die Zimt-Zucker-Mischung darüber verstreuen. Den restlichen Zucker über die Äpfel streuen. Zum Schluss die Walnüsse gleichmäßig auf der Galette verteilen.
    Die Galette ca. 35 Minuten auf mittlerer Schiene backen, bis der Teig knusprig und braun ist. Am besten gar nicht erst ganz abkühlen lassen, sondern noch laufwarm genießen.

    Für eine Backform 20x30 cm

      Zucchini, Zucchini und noch mehr Zucchini. Manch einer mit eigenem Garten hat die sogenannten Zucchinischwemme vielleicht schon satt. Auch wenn wir kiloweise ernten, können wir nicht genug davon bekommen. Der einfache Trick ist, das Gemüse in immer neue Gerichte zu verwandeln oder es irgendwie überall mit unterzumogeln. Auch vor Desserts machen wir dabei keinen Halt!

      Den Backofen auf 180 °C vorheizen, eine Backform von etwa 20 x 30 cm mit Backpapier auslegen.
      Die Zucchini grob raspeln, die getrockneten Aprikosen hacken. Zucchini, Aprikosen, Zitronenabrieb und Zitronensaft in einer Schüssel vermischen. Die Eier trennen, das Eiweiß mit dem Salz steif schlagen. Die Butter mit dem Zucker in einem Mixer cremig rühren, anschließend die Eigelbe hinzugeben und alles schaumig aufschlagen. Das Mehl mit dem Backpulver und Natron vermischen. Die Eigelbmasse unter die geraspelten Zucchini heben, das Mehl einsieben und vorsichtig verrühren (Nicht zu lange rühren, da der Kuchen sonst zu kompakt wird). Zum Schluss den Eischnee unterheben. Den Teig in der Backform verteilen und etwa 45 Minuten backen. Nach dem Backen den Kuchenboden abkühlen lassen.
      In der Zwischenzeit das Frosting vorbereiten. Hierzu in einem Mixer die Butter mit dem Honig verrühren. Den Frischkäse und Zitronensaft hinzugeben und alles cremig aufschlagen. Die Aprikosen halbieren und entsteinen. Den abgekühlten Kuchenboden mit dem Frosting bestreichen und den Aprikosen belegen. Den Kuchen bis zum Anschneiden kühl stellen.

      Unser Zucchini-Aprikosen-Kuchen ist eine kleine Premiere. Denn es ist der erste Kuchen, den wir in unserer neuen Küche im Siedlerhaus gebacken haben. Der Einweihungskuchen sozusagen. 

      Wir haben euch schon viel über die Entstehung der Küche erzählt, jetzt möchten wir euch mit unserem Kuchenrezept zeigen, wie wunderbar es sich hier kochen und backen lässt. Diesmal auch mit Bewegtbildern in einem kleinen Video.

       

      Bei der technischen Ausstattung der Küche wurden wir von OTTO.de* unterstützt. Über diese Zusammenarbeit freuen wir uns besonders, da wir schon seit Beginn von Krautkopf für den Nachhaltigkeits-Blog „re:BLOG“ von OTTO schreiben. Wir bekommen hautnah mit, wie sehr sich das Unternehmen mit diesem Thema befasst, tolle Projekte ins Leben ruft und unterstützt (Faire Baumwolle mit „Cotton made in Africa“, Aufforstung durch das „Bergwaldprojekt“, Kleiderspende mit „Platz schaffen mit Herz“). Auch intern arbeiten sie stark an der Optimierung von bestehenden und neuen Strukturen und Prozessen um nachhaltiges Wirtschaften in die Unternehmenskultur zu verankern. In dem riesigen Sortiment von OTTO findet ihr im Onlineshop unter dem Label GOODprodukt zum Beispiel ausschließlich nachhaltige Produkte, mit den unterschiedlichsten Siegeln und Zertifikaten, zusammengefasst.

      Auch unser Dampfbackofen von Bosch** trägt ein solches Zertifikat, da er ein wahres Energiesparwunder ist. Bisher haben wir immer in einem ganz einfachen, schnöden Backofen gebacken. Mit lediglich zwei Funktionen (Umluft und Ober-/ Unterhitze). Wir dachten, alles andere wäre nur Schnickschnack.

      Weit gefehlt, wie wir jetzt wissen! Auch wenn wir den ersten Kuchen in die Röhre geschoben haben, ist der Ofen nicht mehr ganz so jungfräulich. Es gab schon einige herzhafte Hefeteige. Gerade sind wir etwas süchtig nach Focaccia und mit dem Ofen ist es ein Kinderspiel den Teig, mit Hilfe der Gärfunktion, innerhalb kürzester Zeit in ein fluffiges Etwas zu verwandeln. Beim ersten Ausprobieren rief Yannic fast schon geschockt: „Susann, komm mal schnell her! Der ganze Ofen besteht aus Teig.“ Das war natürlich übertrieben aber doch sehr erstaunlich, was die perfekte Abstimmung von Wärme und Feuchtigkeit anrichten können. Und das ist nur eine tolle Funktion von vielen.

      Auch Designklassiker findet man im Onlineshop von OTTO. Der geräumige Kühlschrank von SMEG** bietet ausreichend Platz für unser frisches Gartengemüse und, da wir leider keinen Keller haben, für Eingemachtes und Eingelegtes. In Berlin haben wir immer von einem Smeg Kühlschrank geträumt, aber leider nie den Platz dafür in unserer Mini Küche gehabt. Ihr könnt euch sicher vorstellen, wie sehr wir uns jetzt freuen, eine so tolle und große Küche zu haben.

      Zum Verarbeiten von Teigen aller Art lieben wir unsere Kitchen Aid Küchenmaschine**. Egal ob es Hefeteige sind, die nach 10 Minuten Knetdauer eine unglaublich geschmeidige Konsistenz bekommen oder, wie bei unserem Rezept, luftige Kuchenteige. Im Bereich Kneten und Aufschlagen ist sie einfach ein wunderbarer und verlässlicher Küchenhelfer. Ebenfalls benutzen wir den Gemüseschneider Aufsatz für das Reiben oder Hobeln größerer Mengen Obst und Gemüse.

      Da wären wir auch wieder bei unserem Zucchini-Aprikosen-Kuchen…

      Die Entstehungsgeschichte unserer Küche reicht schon einige Monate zurück. Sogar fast ein halbes Jahr. Noch bevor der Kaufvertrag für unser Siedlerhaus beim Notar unterschrieben war, haben wir die ersten Skizzen für den wichtigsten Raum im Haus gezeichnet. Wir wussten ganz genau, wie die Küche werden sollte. Aber ein Entwurf macht noch lange keine fertige Küche. Wir haben uns ganz bestimmte Materialien vorgestellt. Und dafür mussten wir erst einmal die richtigen Menschen finden, die diese perfekt verarbeiten können. Die bodenständigen Materialien Holz, Stahl und Beton sollten in den rustikalen Raum, den alten Stall des Hauses, passen aber dennoch mit einem geradlinigen Design als Gegenpol zu den alten Backsteinwänden und Holzbalken dienen. Texturen, Strukturen und Materialien waren uns bei der Gestaltung sehr wichtig. Alle drei Werkstoffe werden mit den Jahren ihre Oberflächen verändern. Gebrauchsspuren werden sichtbar, die die Strukturen mit der Zeit nur noch schöner machen. 

      Neben den rein optischen und haptischen Aspekten war uns natürlich auch wichtig, dass die Küche praktisch ist. Dass das Kochen darin Spaß macht, für alles genug Stauraum vorhanden ist, bestimmte Dinge versteckt werden können, andere ein besonderes Augenmerk finden.

      Das Besondere daran, eine Küche oder ein Möbelstück selbst zu entwerfen ist der Bezug, den man dazu bekommt. Eine ganz andere Verbundenheit zu dem fertigen „Produkt“. Es ist etwas anderes, als eine Küche in Einzelteilen in vielen Paketen von der Spedition geliefert zu bekommen und anschließend mit hochrotem Kopf und rasendem Puls zu versuchen, die unverständliche Aufbauanleitung auszuführen.

      Uns war es wichtig, dass wir am Entstehungsprozess teilhaben konnten. Wir sind immer wieder zu den Werkstätten gefahren, haben Details abgesprochen, Muster angesehen und abgestimmt, durften sogar beim Gießen der Arbeitsplatte dabei sein.

      Sascha von WertWerke* konnten wir als ersten Experten für die Umsetzung gewinnen. Wenn es um Beton geht, kann ihm keiner etwas vormachen. Seine jahrelange Erfahrung mit dem Material, besondere Techniken und das Gespür für den Werkstoff, bringen wunderbare, ästhetische aber robuste Einzelstücke hervor. So wie unser Waschbecken und die Arbeitsplatte unserer Kücheninsel. Saschas Idee war es, den Beton direkt in das Stahlgestell einzugießen.

      Das ist eine ziemlich ungewöhnliche Technik, durch die die Arbeitsplatte, selbst bei der geringen Dicke, eine enorme Stabilität bekommt.

      Die Arbeitsplatte der Kücheninsel hat aber noch eine weitere Besonderheit. Als wir bei der Suche nach einem passenden Gasfeld auf PITT cooking* stießen, war uns sofort klar, dass diese Gasbrenner perfekt in unsere Betonplatte passen würden. Wir haben noch nie zuvor solche edlen Brenner gesehen. Das Ungewöhnliche ist, dass das eigentliche Kochfeld unter der Arbeitsplatte sitzt und nur die Brenner oben sichtbar sind. Ein ebenso geniales, wie wunderschönes System. Und hierbei reden wir nicht von irgendwelchen Gasbrennern, sondern von hochwertigsten Brennern aus Gusseisen und Messing. Wir haben uns für eine Variante mit drei Brennern entschieden die, mit ausreichend Abstand zueinander, erlauben auch wirklich drei Töpfe / Pfannen gleichzeitig zu befeuern. Für unseren Kochstil und unsere Anforderungen ist das absolut ausreichend.

      Wie schon geschrieben soll unsere Küche nicht nur schön aussehen, sondern auch praktisch sein und den Kochalltag erleichtern. Auch wenn eine Kücheninsel erst einmal altbacken nach 90er Jahre Hobbykoch klingt, bietet sie uns die Möglichkeit von zwei Seiten gleichzeitig zu Arbeiten und nebenbei noch einiges an Stauraum, inklusive Platz für die nötige Gasflasche. 

      Neben modernem Kochfeld und Hightech Dampfbackofen hat auch noch ein weiteres Highlight Einzug in unsere Küche gehalten. Das hört sich im Nachhinein etwas einfacher an, als es in Wirklichkeit war, das 290 Kilogramm schwere Biest in den alten Stall zu bugsieren. Der Holzofen sorgt im Winter für die nötige Wärme im Raum und bietet uns nebenbei die Möglichkeit darauf kochen und backen zu können.

      Nach all den Monaten der Hirngespinste, Planung, Renovierung und Umsetzung können wir immer noch nicht wirklich fassen, dass alles so gut zusammengespielt und funktioniert hat. 

      Am Ende ist alles genau so geworden, wie wir es uns für diesen Raum erträumt haben. Oder sogar noch schöner! Es ist ein unglaublich tolles Gefühl seinen Ideen freien Lauf lassen zu können. In den eigenen vier Wänden genau das umzusetzen, was einem vorschwebt. Dennoch versuchen wir dabei immer eine Symbiose mit dem Haus einzugehen, es respektvoll auszubauen und die Ressourcen optimal zu nutzen.

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