Den Übergang zum Herbst lieben wir besonders. Zu keiner Zeit ist unser Erntekorb üppiger und bunter gefüllt. Gemüse, Obst, Kräuter, alles feldfrisch aus dem eigenen Garten. Wir genießen es sehr, uns nach Lust und Laune zu bedienen. Dieses Gefühl, das selbst gezogene, gehegte und gepflegte Obst und Gemüse zu ernten, möchten wir nicht mehr missen. Der Geschmack der Produkte ist intensiver und wir haben einen ganz anderen Bezug zu unseren Lebensmitteln gewonnen. Die Arbeit im Garten ist so erdend und lohnenswert, dass wir sie nie als Last, sondern als enorme Bereicherung empfinden. Der Blick in den Garten oder auch in unsere bereits gut gefüllte Vorratskammer, macht uns einfach glücklich.

Unheimlich dankbar sind wir auch für die tolle Dorfgemeinschaft. Noch haben wir keine eigenen Hühner, auch wenn wir schon seit zwei Jahren Pläne schmieden. Bis es soweit ist, erfreuen wir uns an frisch gelegten, bunten Eiern aus der Nachbarschaft. An der großen Brombeerhecke im Garten unserer Nachbarn dürfen wir uns ebenfalls jedes Jahr mit bedienen. Im Tausch gibt es zum Beispiel selbstgemachte Marmelade, ein Glas Honig oder einen Strauß aus unserem Blumengarten.

Die Wertschätzung von unseren Lebensmitteln, der bewusste Umgang damit, sowie die Unterstützung lokaler Erzeuger steht auch im Mittelpunkt der neuen Kampagne „Farm Fresh“ von Le Creuset. Das Kochen mit frischen, saisonalen, biologischen Zutaten macht in dem gusseisernen Kochgeschirr besonders viel Spaß. Die robusten Bräter werden aus hochwertigen Materialien hergestellt, darunter 85% recyceltes Eisen und Stahl. Die besondere Qualität, Haltbarkeit und Leistung schafft Begleiter fürs Leben. Wir schwören seit vielen Jahren auf Gusseisen und lieben es damit in unserer Küche zu arbeiten.

Nie haben wir bessere Bratkartoffeln gemacht und in unseren gusseisernen Pfannen gelingt auch der erste Pfannkuchen. Übrigens eignen sich die ofenfesten Pfannen von Le Creuset perfekt für einen unserer Frühstücks-Lieblinge: fluffige Ofenpfannkuchen mit etwas Joghurt, Thymian und frischen Brombeeren. Das Rezept verraten wir euch natürlich gerne!

Auch ein zweites Lieblingsrezept dieser Saison möchten wir mit euch teilen: geschmorte Aubergine in einer süß-sauren Tomatensauce.

Über kein Gemüse haben wir uns in diesem Jahr so sehr gefreut, wie über die Auberginen. Damit hatten wir nämlich das erste Mal Erfolg. Bisher war unsere Ernte, egal ob im Gewächshaus oder Freiland, nicht erwähnenswert. Fast hätten wir uns geschlagen gegeben und es akzeptiert, dass die Früchte sich hier im ungemütlichen Norden nicht so wohl fühlen, wie in ihrer ursprünglichen sonnigen und warmen Heimat. Dieses Jahr haben wir einen allerletzten Versuch gestartet und zwei neue Sorten, „Zora“ und „De Barbentane“, ausprobiert. Wieder einmal hat der Garten uns gelehrt, dass zum einen kein Jahr wie das andere ist und man zum anderen viel Geduld braucht und nicht aufgeben darf. Wir hoffen, dass wir jetzt tolle Sorten für unsere Region entdeckt haben und die üppige Ernte nicht nur purer Zufall und Glück war.

Im Schmortopf von Le Creuset lassen sich die Auberginen perfekt, ohne festkleben, anbraten. Die Tomatensauce wird anschließend im gleichen Topf zubereiten. Es ist eines der Gerichte, die immer besser werden, je länger sie ziehen. Es lohnt sich also, direkt eine größere Menge zuzubereiten.

Für 1 Pfannkuchen Ø 26 cm

Den Backofen samt einer hohen gußeisernen Pfanne auf 220° C Ober-/Unterhitze vorheizen.

Eier, Milch, Mehl, Zucker und Salz in einen Rührbecher geben und mit einem Handmixer gut verquirlen.

Wenn der Backofen seine Temperatur erreicht hat, die Pfanne herausnehmen und die Butter darin schmelzen. Den Teig in die Pfanne gießen, schwenkend verteilen und ca. 10-12 Minuten backen, bis der Pfannkuchen gebräunt und an den Seiten hochgewandert ist.

In der Zwischenzeit den Joghurt cremig rühren und die Thymianblättchen von den Stielen zupfen.

Den fertigen Pfannkuchen mit Puderzucker bestäuben, mit Joghurt und Brombeeren belegen und mit dem Thymian und Ahornsirup garnieren.

Für 4 Personen

Die Auberginen in grobe Stücke schneiden, salzen und in einer großen Schüssel etwa 15 Minuten ziehen lassen. In der Zwischenzeit die Tomaten mit kochendem Wasser übergießen, häuten, vierteln und das Kerngehäuse entfernen.

Das von den Auberginen abgegebene Wasser abgießen und die Auberginenstücke in Olivenöl von allen Seiten scharf anbraten. Hierbei ist es für den Geschmack wichtig, dass die Auberginen ordentlich Farbe und damit Röstaromen bekommen.

Die Zwiebel, den Knoblauch und die Datteln fein hacken. Etwas Olivenöl in einem Schmortopf oder einer großen Pfanne erhitzen und Zwiebel und Knoblauch glasig anschwitzen.

Die Tomaten und Datteln hinzugeben und 10 Minuten bei mittlerer Hitze köcheln.

Die Auberginen mit zu den Tomaten geben und weitere 10-15 Minuten kochen, bis die Auberginen weich und die Sauce einreduziert ist.

In der Zwischenzeit soviel Olivenöl in einen kleinen Topf geben, bis der Boden ausreichend bedeckt ist. Das Öl erhitzen, die Salbeiblätter darin frittieren und anschließend auf einem Küchenpapier abtropfen lassen. Darauf achten, dass das Öl nicht zu heiß wird, damit die Blätter nicht verbrennen.

Die Haselnüsse grob hacken und mit den Pinienkernen in einer Pfanne ohne Öl rösten.

Die Tomatensauce mit Balsamico, Salz und Pfeffer abschmecken.

Haselnüsse, Pinienkerne und Salbeiblätter über den geschmorten Auberginen verteilen und mit frisch gebackenem Sauerteigbrot servieren.

Für 2 Personen

  • 1 kg Ackerbohnen ungeschält
  • 1 Zehe Knoblauch
  • 180 ml Gemüsebrühe
  • 60 ml Hanföl
  • Salz
  • 200 g Brokkoli
  • 2 Zweige (rotes) Basilikum
  • 20 g eingelegte rote Zwiebeln (siehe Kochbuch S.213)

Im Garten ernten wir gerade körbeweise Erbsen und dicke Bohnen. In unserem neuen Kochbuch “Erde, Salz & Glut" gibt es einige Lieblingsrezepte mit diesen Zutaten, wie das Püree aus gegrillten Ackerbohnen (S.59). Dafür legen wir die Bohnen gerne zum Ende eines Grillabends auf einem Rost über die Glut und verarbeiten sie erst am nächsten Tag weiter. Durch das Grillen in der eigenen Schale bekommen die Bohnen ein tolles Raucharoma und eine etwas mehlige Konsistenz, die optimal für das Püree ist. Die Ackerbohnen lassen sich aber auch bei 220 °C auf oberer Schiene im Backofen etwa 20 Minuten rösten. Für das rauchige Aroma kann das Bohnenpüree dann mit Rauchsalz abgeschmeckt werden.
Weitere Favoriten zur jetzigen Erntezeit sind die gebratenen Erbsen auf Einkornfladen (S.54) oder gebratener Fenchel mit Erbsen, Ackerbohnen und Sauerteigbrot (S.73).

Die Bohnen in der Schale auf einem Grillrost über dem Feuer 10–15 Minuten grillen, bis sie im Inneren weich sind. (Die Schalen sind dann teilweise schon verkohlt.) Abkühlen lassen, die Bohnen aus den Schalen lösen und von den weißen Häutchen befreien.
Den Knoblauch grob hacken. Die Gemüsebrühe in einem kleinen Topf erhitzen. Die Bohnen und den Knoblauch mit dem Hanföl in einem großen Mörser zerstampfen oder pürieren und die Gemüsebrühe nach und nach dazugeben, bis ein feines Püree entsteht. Das Bohnenpüree mit Salz abschmecken, zurück in den Topf geben und abgedeckt abseits der Glut warm halten.
Den Brokkoli in kleine Röschen teilen, 2–3 Minuten in Salzwasser blanchieren, dann abgießen und abtropfen lassen. Anschließend auf einem Rost über dem Feuer oder in einer Grillpfanne 1–2 Minuten grillen.
Die Basilikumblätter von den Stielen zupfen. Den Brokkoli auf dem Bohnenpüree anrichten und mit eingelegten Zwiebeln und Basilikum garnieren.

Oft werden wir gefragt, ob wir uns das ganze Jahr über selbst versorgen können. In der Hauptsaison, von Juni bis in den November hinein, können wir unseren Erntekorb regelmäßig mit Obst und Gemüse aus unserem Garten füllen. Während er im Winterschlaf liegt und auch jetzt, in der Frühlingszeit, wenn die Natur erst langsam wieder in Gang kommt, greifen wir auf hochwertige, regionale und ökologische Zutaten aus den Hofläden um uns herum zurück. Wir schätzen aber nicht nur die frischen Zutaten aus der Nachbarschaft, sondern auch die Vielzahl an regionalen Spezialitäten für unsere Vorratskammer. 

Die rustikalen Hofläden, gemütlichen Hofcafés und Produzenten vor Ort zu besuchen ist ein besonderes Erlebnis. Mit einer umfangreichen Hofladenkarte weist Landurlaub MV den Weg zu den Landwirten und regionalen Produkten. Die praktische Faltkarte passt sogar in die Hosentasche und zeigt auf einer Landkarte farblich gekennzeichnet die Anlaufstellen für mehr als 100 regionale Produzenten, Gärtnereien und Handwerksbetriebe, Wochenmärkte, Hofläden und Hofcafés.

In den sogenannten gläsernen Manufakturen kann man die Produkte und Produzenten kennenlernen, Spezialitäten verkosten und einen Blick in die Produktion werfen.

Erntefrische Wiesenkräuter, heimische Pilze, Obstbrände aus regionalen Brennereien, alte Apfelsorten, ofenwarmes Brot – das Angebot lässt keine Wünsche offen.

Allein die Vielzahl an Mühlen inMecklenburg-Vorpommern ist beeindruckend! Von der Salz-, Öl-, Senf-, bis zur Kaffeemühle kann man alles entdecken. Nicht weit von uns befindet sich die einzige regelmäßig produzierende Windmühle Mecklenburg-Vorpommerns, in der das ökologische Windmehl aus Roggen, Weizen oder Dinkel noch wie vor 100 Jahren mit der Kraft des Windes gemahlen wird. 

Ebensolches Mehl und einige andere regionale Zutaten haben wir für einen leckeren, frühlingshaften Flammkuchen mit Spargel verwendet.

Für 2 Personen (1 Backblech)

Die Mehle, Salz, Sonnenblumenöl und Wasser in einer Schüssel vermischen und mindestens fünf Minuten zu einem geschmeidigen Teig verkneten. Den Teig abgedeckt 20 Minuten ruhen lassen. In der Zwischenzeit den Backofen auf 220 °C Ober -/ Unterhitze vorheizen. Die Creme Fraiche mit Rauchsalz und einer Messerspitze Muskatnuss würzen. Den weißen Spargel schälen und die holzigen Enden abschneiden. Die Spargelstangen diagonal in feine Streifen bzw. Scheiben schneiden und leicht salzen. Den Lauch gründlich waschen und in feine Ringe schneiden. Die Radieschen in Scheiben schneiden, die Kräuter hacken.

Die Arbeitsfläche mit Mehl bestäuben, den Flammkuchenteig dünn ausrollen und auf ein gut bemehltes Backblech legen. Den Teig mit der Creme Fraiche bestreichen und mit dem Lauch und Spargel belegen.

Den Flammkuchen auf mittlerer Schiene 12-15 Minuten backen, bis die Teigränder leicht gebräunt und knusprig sind. Anschließend in Stücke schneiden und mit den Radieschen, Erbsensprossen und Kräutern belegen.

Scroll to top