Mit 16 hatten meine Mitschüler meist anderes im Kopf, als ich (Susann). Die Fotografie war zu der Zeit alles, woran ich denken wollte und so verprasste ich auch mein komplettes Taschengeld dafür. Besonders Sofortbilder hatten es mir angetan. Die Unmittelbarkeit, das Ungeplante, die Ehrlichkeit des Momentes, der spannende Augenblick, wenn sich zögerlich das Bild entwickelt. Mir half das sehr meine Gefühle und Gedanken greifbar zu machen. Sofortbilder als stille Dialoge mit meinem Inneren. Auf der Rückseite das Datum gekritzelt, lose und ungeordnet in Pappschachteln verstaut. Diese Bilder jetzt, 15 Jahre später, in die Hand zu nehmen, löst immer noch einiges in mir aus. Sie werfen mich zurück in ein anderes Leben, zurück zu einem so anderen Ich. All die Momente, die schon längst vergessen wären oder zumindest so weit hinten im Kopf vergraben sind, dass sie aus eigener Anstrengung gar nicht hervorzuholen wären. Es ist so wertvoll durch diese Bilder zurückblicken zu können. Diese Dialoge, die niemals in Worte gefasst wurden, zu lesen, zu deuten. Ich verbinde eine sehr persönliche und intensive Geschichte mit diesem Format und deswegen freue ich mich, freuen wir uns, über eine wundervolle Kooperation mit Fujifilm, die diese etwas vergessen geratene Leidenschaft wieder hervorgeholt haben. In den nächsten Wochen und Monaten möchten wir euch mehr über das Sofortbildformat „instax“ von FUJIFILM* erzählen und euch mit unserer Begeisterung anstecken.

Los geht es mit einem ganz besonderen Projekt: einem Rezeptbüchlein mit fünf unserer liebsten Herbstrezepte. Überall in unseren Schränken fliegen kleine Hefte herum, in die wir Rezepte kritzeln. Wenn wir einmal die Inspiration verloren haben, holen wir die Hefte hervor und blättern sie durch. Längst vergessene Ideen kommen dann wieder zum Vorschein. Manchmal sind sie nur skizzenhaft, manchmal sind es schon fertige Rezepte. Wie schön wäre es, diese Ideen auch bildlich festzuhalten? Mit unserer INSTAX SQUARE SQ6* haben wir jetzt damit angefangen und es macht so viel Spaß. Bilder von unserem Garten, der Ernte, dem besonders leckeren Pfannkuchen zum Frühstück. Um diesen Erinnerungen einen schönen Rahmen zu geben, haben wir ein erstes kleines Büchlein selbst gebunden. Irgendwann soll daraus eine kleine Sammlung entstehen. Die Bücher hervorzuholen, wie Fotoalben und in Erinnerungen zu schwelgen, stellen wir uns toll vor.

 

VERLOSUNG

Da wir wissen, dass in den nächsten Jahren noch einige dieser Hefte folgen werden, möchten wir uns von dem ersten Rezeptbüchlein trennen und es an einen von euch verlosen. Kommentiert dafür einfach diesen Artikel bis zum 01. Oktober 2018 und schreibt uns, was ihr persönlich mit Sofortbildern verbindet. (Die Verlosung ist beendet und der Gewinner wurde benachrichtigt).

Für 4 Personen

    Schon unsere Kirschbäume haben uns reich beschenkt und auch die Äste der Apfelbäume biegen sich vor lauter Früchten bis zum Boden. Eine erste Ladung von etwa 120 kg haben wir bereits geerntet und zu Apfelmus, vor allem aber Apfelsaft verarbeitet. Die übrigen Früchte sind in ganz unterschiedlichen Reifezuständen, sodass wir in den nächsten Wochen sicher nach und nach noch weiter frische Äpfel ernten können um daraus Kuchen zu backen, Chutney zu machen oder einige Äpfel in Scheiben zu dörren. Um euch ein bisschen an unserem Apfelglück teilhaben zu lassen, verraten wir euch eines unserer liebsten Rezepte.

    Für den Teig Mehl, Zucker und Salz mischen. Die kalte Butter hinzugeben und alles zügig mit den Händen verkrümeln. Das Ei hinzufügen und rasch zu einem glatten Teig verkneten. Diesen abgedeckt für 30 Minuten in den Kühlschrank legen.
    In der Zwischenzeit den Ofen auf 180°C (Ober- und Unterhitze) vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier auslegen und leicht bemehlen.
    Für die Füllung die Äpfel vierteln und das Kerngehäuse herausschneiden. Die Äpfel in feine Spalten schneiden und mit dem Zitronensaft beträufeln, damit sie nicht braun werden.
    Die Walnüsse grob hacken, Zucker und Zimt vermischen.
    Den kalten Teig auf dem Backpapier rechteckig (ca. 35 x 40 cm) ausrollen. Die Apfelscheiben, mit der Schale nach oben, auf dem Teig aufstellen. Dabei rundherum einen ca. 5 cm breiten Rand freilassen. Den Rand doppelt einschlagen, mit etwas Eiweiß bestreichen und die Zimt-Zucker-Mischung darüber verstreuen. Den restlichen Zucker über die Äpfel streuen. Zum Schluss die Walnüsse gleichmäßig auf der Galette verteilen.
    Die Galette ca. 35 Minuten auf mittlerer Schiene backen, bis der Teig knusprig und braun ist. Am besten gar nicht erst ganz abkühlen lassen, sondern noch laufwarm genießen.

    Für eine Backform 20x30 cm

      Zucchini, Zucchini und noch mehr Zucchini. Manch einer mit eigenem Garten hat die sogenannten Zucchinischwemme vielleicht schon satt. Auch wenn wir kiloweise ernten, können wir nicht genug davon bekommen. Der einfache Trick ist, das Gemüse in immer neue Gerichte zu verwandeln oder es irgendwie überall mit unterzumogeln. Auch vor Desserts machen wir dabei keinen Halt!

      Den Backofen auf 180 °C vorheizen, eine Backform von etwa 20 x 30 cm mit Backpapier auslegen.
      Die Zucchini grob raspeln, die getrockneten Aprikosen hacken. Zucchini, Aprikosen, Zitronenabrieb und Zitronensaft in einer Schüssel vermischen. Die Eier trennen, das Eiweiß mit dem Salz steif schlagen. Die Butter mit dem Zucker in einem Mixer cremig rühren, anschließend die Eigelbe hinzugeben und alles schaumig aufschlagen. Das Mehl mit dem Backpulver und Natron vermischen. Die Eigelbmasse unter die geraspelten Zucchini heben, das Mehl einsieben und vorsichtig verrühren (Nicht zu lange rühren, da der Kuchen sonst zu kompakt wird). Zum Schluss den Eischnee unterheben. Den Teig in der Backform verteilen und etwa 45 Minuten backen. Nach dem Backen den Kuchenboden abkühlen lassen.
      In der Zwischenzeit das Frosting vorbereiten. Hierzu in einem Mixer die Butter mit dem Honig verrühren. Den Frischkäse und Zitronensaft hinzugeben und alles cremig aufschlagen. Die Aprikosen halbieren und entsteinen. Den abgekühlten Kuchenboden mit dem Frosting bestreichen und den Aprikosen belegen. Den Kuchen bis zum Anschneiden kühl stellen.

      Unser Zucchini-Aprikosen-Kuchen ist eine kleine Premiere. Denn es ist der erste Kuchen, den wir in unserer neuen Küche im Siedlerhaus gebacken haben. Der Einweihungskuchen sozusagen. 

      Wir haben euch schon viel über die Entstehung der Küche erzählt, jetzt möchten wir euch mit unserem Kuchenrezept zeigen, wie wunderbar es sich hier kochen und backen lässt. Diesmal auch mit Bewegtbildern in einem kleinen Video.

       

      Bei der technischen Ausstattung der Küche wurden wir von OTTO.de* unterstützt. Über diese Zusammenarbeit freuen wir uns besonders, da wir schon seit Beginn von Krautkopf für den Nachhaltigkeits-Blog „re:BLOG“ von OTTO schreiben. Wir bekommen hautnah mit, wie sehr sich das Unternehmen mit diesem Thema befasst, tolle Projekte ins Leben ruft und unterstützt (Faire Baumwolle mit „Cotton made in Africa“, Aufforstung durch das „Bergwaldprojekt“, Kleiderspende mit „Platz schaffen mit Herz“). Auch intern arbeiten sie stark an der Optimierung von bestehenden und neuen Strukturen und Prozessen um nachhaltiges Wirtschaften in die Unternehmenskultur zu verankern. In dem riesigen Sortiment von OTTO findet ihr im Onlineshop unter dem Label GOODprodukt zum Beispiel ausschließlich nachhaltige Produkte, mit den unterschiedlichsten Siegeln und Zertifikaten, zusammengefasst.

      Auch unser Dampfbackofen von Bosch** trägt ein solches Zertifikat, da er ein wahres Energiesparwunder ist. Bisher haben wir immer in einem ganz einfachen, schnöden Backofen gebacken. Mit lediglich zwei Funktionen (Umluft und Ober-/ Unterhitze). Wir dachten, alles andere wäre nur Schnickschnack.

      Weit gefehlt, wie wir jetzt wissen! Auch wenn wir den ersten Kuchen in die Röhre geschoben haben, ist der Ofen nicht mehr ganz so jungfräulich. Es gab schon einige herzhafte Hefeteige. Gerade sind wir etwas süchtig nach Focaccia und mit dem Ofen ist es ein Kinderspiel den Teig, mit Hilfe der Gärfunktion, innerhalb kürzester Zeit in ein fluffiges Etwas zu verwandeln. Beim ersten Ausprobieren rief Yannic fast schon geschockt: „Susann, komm mal schnell her! Der ganze Ofen besteht aus Teig.“ Das war natürlich übertrieben aber doch sehr erstaunlich, was die perfekte Abstimmung von Wärme und Feuchtigkeit anrichten können. Und das ist nur eine tolle Funktion von vielen.

      Auch Designklassiker findet man im Onlineshop von OTTO. Der geräumige Kühlschrank von SMEG** bietet ausreichend Platz für unser frisches Gartengemüse und, da wir leider keinen Keller haben, für Eingemachtes und Eingelegtes. In Berlin haben wir immer von einem Smeg Kühlschrank geträumt, aber leider nie den Platz dafür in unserer Mini Küche gehabt. Ihr könnt euch sicher vorstellen, wie sehr wir uns jetzt freuen, eine so tolle und große Küche zu haben.

      Zum Verarbeiten von Teigen aller Art lieben wir unsere Kitchen Aid Küchenmaschine**. Egal ob es Hefeteige sind, die nach 10 Minuten Knetdauer eine unglaublich geschmeidige Konsistenz bekommen oder, wie bei unserem Rezept, luftige Kuchenteige. Im Bereich Kneten und Aufschlagen ist sie einfach ein wunderbarer und verlässlicher Küchenhelfer. Ebenfalls benutzen wir den Gemüseschneider Aufsatz für das Reiben oder Hobeln größerer Mengen Obst und Gemüse.

      Da wären wir auch wieder bei unserem Zucchini-Aprikosen-Kuchen…

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