Für 3 Personen

Sellerie, Kartoffeln und Möhren in etwa 2 cm große Würfel, den Lauch in Ringe schneiden. Zwiebel und Knoblauch fein hacken und in einem großen Topf in dem Rapskernöl glasig anschwitzen. Kreuzkümmel und Koriandersamen im Mörser zerstoßen und zusammen mit Cayennepfeffer, Paprikapulver, Kurkuma und dem Tomatenmark mit in den Topf geben und eine Minute anrösten.
Das Gemüse hinzugeben und weitere 1-2 Minuten rösten, anschließend die Linsen hinzugeben.
Mit Wasser aufgießen, das Salz hinzufügen, die Suppe zum Kochen bringen und etwa 20 Minuten köcheln lassen, bis die Linsen und das Gemüse gar sind.
Mit Salz abschmecken und mit den Sprossen garnieren.

Vor ziemlich genau einem Jahr setzten wir die ersten Spatenstiche in unserem Garten. Nie hätten wir uns zu träumen gewagt, wie reich er uns schon in der ersten Saison beschenken würde. 

Unser letzter Bericht ist nun 4 Monate her. Seitdem durften wir noch eine zeitlang weiter ernten, bevor wir begonnen haben, alles aufzuräumen und winterfest zu machen. Die zusammengerechten Blätter dienen nun als wärmende Schicht auf den Beeten, bieten unseren jungen Bäumen Frostschutz und Unterschlupf für Igel, Insekten und Co. Die Blätterschicht wird Stück für Stück von Mikroorganismen und Kleintieren in nährstoffreichen Humus umgesetzt und wertet den Boden damit ganz natürlich auf.

Nun ist es ruhig im Garten, der seitdem mehr oder weniger sich selbst überlassen ist. Und doch dürfen wir uns nach wie vor über kleine Ernteerträge freuen. Rot-, Grün- und Rosenkohl, Wirsing und einige kleine Weißkohle warten auf den Beeten noch darauf geerntet zu werden und auch Ende Januar durften wir noch diverse Kräuter und sogar Brokkoli aus eigenem Anbau verarbeiten. Abgesehen davon erfreuen wir uns noch immer an dem eingemachten Sommergemüse.

Die letzten gegrillten und eingelegten Zucchini mussten vor einigen Tagen dran glauben.

Aber halb getrocknete Tomaten in Öl, Tomatensauce, saure Gurken, Marmeladen, getrocknete Kirschen, unser heiß geliebter Apfelsaft, Sauerkraut und andere Fermente lassen uns an den ertragreichen Sommer zurückdenken. Wir drücken fest die Daumen, dass es nicht nur Anfängerglück war, sondern wir uns in der neuen Gartensaison vielleicht sogar noch steigern können.

Neue Pläne sind bereits geschmiedet. Nach einer sorgsamen Bestandsaufnahme des Saatguts kamen auch schon die ersten Samen in die Erde. Wir freuen uns darauf in den nächsten Wochen und Monaten wieder mehr von unserem Garten, den heranwachsenden Pflänzchen und der Ernte zu berichten. Dabei hoffen wir den ein oder anderen zu inspirieren selbst die Schaufel in die Hand zu nehmen.

Auch auf kleinster Fläche kann Gärtnern schon Spaß bringen, selbst wenn es nur die Kräuter auf der Fensterbank sind. So lange ist es noch nicht her, dass auch wir jeden Zentimeter unseres Balkons in Berlin ausgenutzt haben, um ihn mit Kräutern und Gemüse wie Tomaten, Gurken und Erbsen zu füllen. Jede gepflückte Frucht bringt ein Glücksgefühl hervor.

Gärtnert ihr selbst, oder habt ihr es in diesem Jahr vor? Erzählt uns von euren Plänen und Gedanken zu dem Thema!

Für 2 Personen

Süßkartoffeln kamen bei uns bisher sehr selten auf den Tisch. Zu lang war uns die Strecke, die sie zurücklegen mussten, zu hoch der Energieaufwand und die Umweltbelastung. Es ist etwas absurd, dass wir sie jetzt häufiger kaufen, da sie nun genau aufgrund der Klimaveränderungen in unseren Breitengraden vermehrt angebaut werden können. Hier spielt auch die Entwicklung von neuen Sorten eine Rolle aber ein mildes Klima, Schutz vor Wind und kaltem Regen, sind Grundvorraussetzung für einen erfolgreichen Anbau. Wir möchten dieses Jahr versuchen sie selbst im Garten anzubauen und sind schon gespannt, was wir euch berichten können!
Aber nun zu unserem Rezept. Süßkartoffeln sind zwar nur sehr entfernt mit unseren Kartoffeln verwandt, machen ihrem Namen ansonsten aber alle Ehre. Die enorme Süße in der Knolle lässt sich perfekt mit der Säure von Fermenten ausgleichen. Wir lieben es mit unseren Fermenten zu experimentieren, deswegen gibt es bei uns jedes Jahr auch mehrere Sorten an Sauerkraut. Der Klassiker darf natürlich nicht fehlen aber scharfer Weißkohl und auch Sauerkraut mit Kurkuma, welches für eine goldene Farbe sorgt, ist fast immer mit dabei. Letzteres, auch goldenes Kraut genannt, haben wir für unser Rezept benutzt. Aber egal welche Sorte ihr verwendet, wichtig ist, dass das Kraut roh auf die Süßkartoffel kommt. Denn so ist es schön knackig, behält aber vor allem seine wertvollen Milchsäurebakterien, die es so gesund machen.

Den Backofen auf 220 Grad (Ober-/ Unterhitze) vorheizen, ein Backblech mit Backpapier belegen. Die Süßkartoffeln gut waschen und mehrfach mit einem Spieß oder Messer einstechen. Das Gemüse auf dem Blech platzieren und auf mittlerer Schiene, je nach Größe und Form der Knollen, 35-45 Minuten backen, bis sie schön weich sind (Stäbchenprobe).
Die Cashewkerne mit dem Essig, Ahornsirup, Sonnenblumenöl, den Kapern und dem Wasser in einem leistungsstarken Blender cremig pürieren und mit Salz abschmecken. (Wer keinen starken Mixer hat, sollte die Cashews mindestens 4 Stunden oder über Nacht in frischem Wasser einweichen.)
Eine kleine Pfanne erhitzen und die Kichererbsen in dem Öl braten, bis sie anfangen zu hüpfen. Mit geräuchertem Paprikapulver und Salz abschmecken.
Die Süßkartoffeln nach dem Backen längs einschneiden, die beiden Hälften auseinander drücken und etwas salzen. Anschließend mit dem Sauerkraut, den Kichererbsen und der Sauce belegen.
Wir haben das Gericht zusätzlich mit etwas Sesam und Senfblättern garniert. Diese wachsen aktuell noch als Gründung auf unseren Beeten und sind mit ihrer Schärfe eine tolle Ergänzung. Es eignet sich natürlich auch anderer, scharfer Salat, wie Rucola oder Beispielsweise Radieschensprossen.

Newsletter

Keine neuen Rezepte, kulinarischen Geschichten und Events mehr verpassen! Trage dich in unseren Newsletter ein und erhalte eine Nachricht über alle Krautkopf Neuigkeiten und neuen Beiträge. 

Danke fürs Registrieren.

 

Um Missbrauch durch Dritte vorzubeugen, haben wir dir einen Bestätigungslink an deine E-Mail Adresse gesendet. Bitte öffne diesen um die Newsletter Anmeldung zu bestätigen.

Scroll to top