Für Ø 24 cm

Kirschen entsteinen ist eine mühselige Arbeit und wenn jede zweite Kirsche in den Mund, statt in die Schüssel wandert, dauert alles doppelt so lang aber macht dafür auch doppelt so viel Spaß! Für das Kirschkompott werden die Kirschen mit dem Honig in einen Topf gegeben. Die Vanillestangen auskratzen, Vanillemark und Stangen zusammen mit dem Zitronenabrieb in den Topf geben und aufkochen lassen. Derweil die Zitrone auspressen und den Saft mit der Speisestärke mischen und unter Rühren zu den kochenden Kirschen geben. Das Kompott eine Weile weiter köcheln, bis es eindickt. Danach die Vanillestangen entfernen und das ganze abkühlen lassen.
Nun geht es weiter mit dem Mürbeteig. Ein guter Teig ist zart und mürbe. Durch zu langes Kneten bildet das Gluten im Mehl eine zu starke Klebebindung und der Teig wird zäh und hart. Ein Mürbeteig wird also anders gehandhabt als ein Hefe- oder Rührteig und muss schnell und möglichst kalt verarbeitet werden, so wird er schön blättrig. Dazu die kalte Alsan in kleine Würfel schneiden und mit dem Vollkornmehl in einer Schüssel vermischen. Ein Ei mit dem Honig verquirlen, ebenfalls in die Schüssel geben und alles schnell zu einem Teig verarbeiten und in Frischhaltefolie für mindestens 30 Minuten in den Kühlschrank legen.
Den Ofen auf 175°C vorheizen. Den Mürbeteig zweiteilen, der etwas größere Teil wird der Boden, der etwas kleinere der Deckel. Das größere Stück zwischen Frischhaltefolie dünn (ca. 1/2cm) auf etwa 28 cm Durchmesser ausrollen. Am einfachsten könnt ihr den Teig in die Form bringen, in dem ihr ihn vorsichtig und locker auf das Nudelholz auf- und über der Pie-Form wieder abrollt. Drückt den Teig an den Rändern vorsichtig an und lasst dabei überstehenden Teig einfach stehen. Ihr könnt den Boden noch mit einer Gabel einstechen, danach wird das Kirschkompott eingefüllt. Danach das kleinere Teigstück auf ca. 25 cm Durchmesser ausrollen. Das andere Ei und die Milch werden in einem Schüsselchen verquirlt und auf den Rand des Tortenbodens gestrichen, damit Ober- und Unterteil gut verschlossen werden. Den Kuchen mit dem Deckel belegen und die Teigränder zusammendrücken. Der Überstand wird nun abgeschnitten und kann nach Lust und Laune zum Dekorieren der Pie benutzt werden. Zum Schluss wird der Kuchen mit der Ei-Mischung bestrichen und mit strahlenförmigen, kleinen Schnitten versehen, damit der Dampf entweichen kann und der Teig nicht aufplatzt. Auf unterster Schiene wird die Cherry Pie 35 Minuten gebacken.
Wir essen den Kuchen am liebsten lauwarm. Dann muss man allerdings in Kauf nehmen, dass die Grütze noch etwas flüssiger ist und man keine Stücke heraus schneiden kann. Wer die Pie seinen Gästen warm servieren möchte, kann natürlich auch für jeden eine eigene kleine Form befüllen. Um Stücke schneiden zu können, muss der Kuchen einige Stunden abkühlen und am besten noch einmal in den Kühlschrank gestellt werden.

Für Ø 20 cm

Die trockenen Zutaten für den Teig vermischen und mit Alsan, Apfelmus und Reissirup verkneten, bis ein glatter Teig entsteht. Diesen in Frischhaltefolie wickeln und für 30 Minuten im Kühlschrank ruhen lassen. Den Mürbeteig ausrollen (am besten direkt auf der Frischhaltefolie), vorsichtig in eine eingefettete Tarteform legen und den Boden mit einer Gabel einstechen. Bei 190°C im vorgeheizten Ofen 15 Minuten backen. Bis der Teig abgekühlt ist, können diverse Beeren (Menge je nach Wunsch) vorbereitet und Pudding für die Füllung gekocht werden.
Dafür 3 EL der Mandelmilch in eine kleine Schüssel geben und mit der Speisestärke und dem Meersalz vermischen. Die restliche Milch in einen Topf geben und erhitzen. Währenddessen das Vanillemark auskratzen und zusammen mit der Schote und dem Reissirup in den Topf geben. Sobald die Mandelmilch kocht wird die Speisestärke-Mischung dazu gegeben und zügig mit einem Schneebesen verrührt. Den Pudding noch einmal aufkochen lassen - er dickt dann schnell ein. Den Boden der Tarte mit Marmelade bestreichen, den warmen Pudding in die Form füllen und abkühlen lassen. Danach nach Lust und Laune mit Beeren belegen.

Für 1 kg

Am vergangenen Sonntag haben wir es endlich zeitlich geschafft und sind auf einem Berliner Feld zum Erdbeerpflücken gewesen. Mit einem randvollen Korb frischer Erdbeeren zu Hause angekommen, haben wir erst einmal eine köstliche Marmelade aus einem Teil der Früchte zubereitet. Jedoch wollten wir versuchen, die Marmelade so fruchtig wie möglich und ohne industriellen Zucker herzustellen.

Als erstes werden die Erdbeeren gewaschen, vom Strunk befreit und püriert. Damit die Marmelade noch feiner wird und später keine Kerne enthält, könnt ihr das Püree zusätzlich durch ein Sieb passieren. Das Agar Agar Pulver in etwas kaltem Wasser auflösen und ca. 10 Minuten quellen lassen. Nun die Vanilleschote halbieren, das Mark auskratzen und beides mit den Früchten und allen anderen Zutaten in einem großen Topf zum Kochen bringen. Ihr solltet die Marmelade 2-3 Minuten bei starkem Sprudeln und unter ständigem Rühren einkochen lassen. Um die Festigkeit und Süße zu testen, könnt ihr etwas Marmelade auf einen Teller tropfen und abkühlen lassen. Wenn die Konsistenz passt, wird die heiße Marmelade in ausgekochte Gläser abgefüllt.
Unser Grundrezept lässt sich natürlich, je nach Saison und eigenen Vorlieben, mit allen erdenklichen Früchten variieren. Wichtig bei der Marmelade ist, dass man nur Früchte ohne Schad- oder Faulstellen verwendet. Da wir sehr wenig Zucker verwenden und dieser sonst als Konservierungsmittel dient, sollten die Gläser im Kühlschrank aufbewahrt werden. Wenn ihr immer mit einem sauberen Löffel die Marmelade portioniert, ist sie mindestens einen Monat haltbar.

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