Bevor es richtig losgeht mit den Wintergerichten, nehmen wir euch erst noch einmal mit in die Sonne! Der Herbst in Spanien ist einfach traumhaft, deswegen sind wir in den letzten Jahren im November zum Hochzeitsfotografentreffen nach Mallorca geflogen. In Esporles gibt es eine tolle Finca auf der man sich nach einer anstrengenden Hochzeitssaison gemütlich zusammensetzen und entspannen kann. Dieses Jahr war das Treffen ganz besonders, da Ivan, der Sohn des Besitzers, die Leitung der Finca Can Torna übernommen hat. Er plant aus dem riesigen Umland eine Art wilden Garten zu pflanzen, durch den man spazieren und sich an jedem Strauch etwas pflücken kann. Was für eine tolle Vorstellung! So soll es zukünftig in der Hotelküche nur selbst angepflanztes und geerntetes Bio-Obst und Gemüse geben. Gemeinsam waren wir mit ihm frische Pfifferlinge suchen, haben Oliven und Feigen gepflückt. Die Finca besitzt allerdings auch noch einen alten Steinofen und da Yannic sich seit Jahren wünscht, einmal in einem Steinofen Pizza zu backen, haben wir am letzten Abend ein großes Pizza Dinner organisiert. Naja, wir geben zu, es ist schon etwas komisch, einen Pizzaabend in Spanien zu machen, aber man muss die Gelegenheit halt manchmal am Schopf packen. Es war der Hammer und eigentlich gibt es so viel zu erzählen von diesem tollen Abend. Wie die 6 Katzen die ganze Zeit um uns herum geschlichen sind und darauf gewartet haben, dass ganz zufällig mal etwas für sie auf den Boden fällt. Wie schön es war im Herbst, bei Kerzenschein, unter freiem Himmel zu essen. Wie wir uns eigentlich nur ganz kurz umgedreht haben und schon fast die ganze Schale mit Feigen leer gefuttert war… Aber das Schönste war zu erfahren, wie gutes Essen Menschen zusammenbringt und glücklich macht. Schaut euch einfach die Bilder an und denkt an Sonne, Meer und knusprig, frische Pizza! Ein Rezept für kernige Gemüsepizza gibt es ja bereits im Blog. Für unser italienisches Dinner haben wir einen einfachen Hefeteig aus Weizenmehl zubereitet, den wir nicht nur als Pizzen belegt, sondern auch für ein köstliches Olivenbrot verwendet haben. Dafür schwarze Oliven entsteinen, Knoblauch hacken und beides zusammen mit Kapern zu einer Paste pürieren. Salzen, pfeffern und fertig ist das Olivenpesto. Ganz einfach und trotzdem himmlisch. Auf die Feigenpizza kam bei uns Ziegenkäse und ein paar Spritzer Honig, es gab Pizza mit Kartoffeln und Rosmarin, mit saftigem Büffelmozzarella, Artischocken und Ruccola und, und, und. Am liebsten würden wir das jetzt jeden Monat machen! Es war super für die ganze Truppe zu kochen bzw. zu backen und es wird sicher nicht das letzte Mal gewesen sein.

Für 3-4 Personen

    Eis aus einem Gemüse? Ja, ihr dürft ruhig etwas skeptisch sein. Das waren wir nämlich selbst, als wir das Rezept zum ersten Mal ausprobiert haben. Belohnt wurden wir mit einem abgefahrenen Geschmackserlebnis. Ihr müsst euch einfach selbst davon überzeugen, wie unglaublich lecker und besonders die Mischung aus Roter Bete und schwarzer Schokolade schmeckt. Die Schokolade gibt eine herbe Note und die rote Knolle einen leicht erdigen Geschmack. Süß ist es natürlich trotzdem, so wie es sich ja auch für Eis gehört und die Schokoladenerde ersetzt in unserem Rezept die knusprige Waffel. Also ein fast ganz normales Eis…

    Die Rote Bete gut waschen und etwa 60-90 Minuten bei 180°C im Backofen garen. Währenddessen könnt ihr die Schokoerde zubereiten. Dafür einfach alle Zutaten miteinander vermischen bis ein sehr trockener, bröckliger "Teig" entsteht. Die Streusel auf einem Backblech verteilen und etwa 10-15 Minuten zur Roten Bete in den Ofen geben. Wenn sie knusprig gebacken sind, abkühlen lassen und zerbröseln, bis eine erdige Struktur entsteht.
    Wenn die Rote Bete ihre Zeit im Ofen abgesessen hat, diese ebenfalls abkühlen lassen, schälen und mit 75ml Milch und dem Zimt in einem Mixer glatt pürieren. Für die Eisgrundmasse wird die restliche Milch gemeinsam mit der Sahne in einem Topf erhitzt. Die Eigelbe mit dem Honig sehr schaumig aufschlagen und die heiße Milch/Sahne Mischung in einem dünnen Strahl, unter ständigem Rühren, unter die Eimasse ziehen. Anschließend wird die gesamte Masse in eine Edelstahl-Schüssel gefüllt und auf dem Wasserbad erhitzt, bis sie deutlich eindickt. Dabei stetig weiterrühren. Die Schokolade ebenfalls auf einem Wasserbad schmelzen und zu der Eismasse rühren. Zum Schluss noch die pürierte Rote Bete untermischen und alles zu einer glatten Masse rühren. Nun muss die Eismasse komplett abkühlen und im Kühlschrank weiter runterkühlen, bis sie in die Eismaschine gefüllt werden kann. Wir haben nur eine ganz einfache Eismaschine und geben das fertige Eis, nach der Maschine, noch einmal in einer Metallform für 1-2 Stunden in den Gefrierschrank, damit es eine bessere Konsistenz bekommt.

    Für 2 Personen

    Mitten in der Natur mit Köstlichkeiten im Gepäck. So haben wir uns die Zeit auf Korsika vorgestellt und für jede unserer Bergwanderungen etwas leckeres vorbereitet. Im Wald, am Wasser, auf dem Gipfel, einfach dasitzen und die Landschaft genießen, die Geräusche und Gerüche der Natur. Mit Vorfreude das duftende Brot auspacken und an nichts denken. Was für tolle Tage! Dies ist unser letztes Korsika-Rezept und unser Urlaubstagebuch geht damit zu Ende. Zum Abschluss haben wir den Beitrag deshalb noch einmal mit vielen Foto-Erinnerungen gespickt. Seht euch nur dieses unglaublich klare (und kalte) Wasser an, die riesigen Felsen, eine Landschaft wie gemalt...

    Die Pistazien schälen und 170g von ihnen zu Mehl mahlen. Das Wasser in eine große Schüssel geben und die Hefe darin auflösen. Weizenmehl, Pistazienmehl, Pistazien, Salz und Olivenöl hinzugeben und zu einem geschmeidigen Teig verkneten (mindestens 5 Minuten). Anschließend die Schüssel mit einem feuchten Küchenhandtuch bedecken und mindestens 30 Minuten an einem warmen Ort ruhen lassen, damit die Hefe arbeiten und der Teig aufgehen kann. Den Teig auf einem Backblech verteilen, mit dem Stiel eines Kochlöffels mehrfach einstechen und mit Olivenöl bestreichen. Im 200°C heißen Backofen wird unser Brot 25-30 Minuten auf mittlerer Schiene gebacken.
    Die Artischocken von den äußeren Blättern befreien und anschließend den Stiel und den obern Teil abschneiden. Nun hat man nur noch die Artischocken-Herzen. Diese vierteln und das Heu mit einem Löffel entfernen. Wer möchte kann die Artischocken danach noch in Scheiben schneiden. Die Schalotte in kleine Würfel hacken und mit etwas Olivenöl in einer Pfanne anschwitzen. Nun die Artischocken hinzugeben und gut von allen Seiten anbraten. Die Kirschtomaten werden ebenfalls vorgegart. Hierzu werden sie in eine kleine Auflaufform gelegt, mit Salz und Pfeffer gewürzt und mit Olivenöl beträufelt. Bei 175°C werden sie 20 Minuten im Ofen gebacken. Wer möchte, kann die Tomaten aber auch durchaus noch länger darin lassen. Super ist es, wenn man den Salat später mischt, die Tomaten dabei aufplatzen und sich ihr Saft mit dem Dressing und dem Salat vermischt. Die Oliven entkernen, halbieren oder in Scheiben schneiden und zusammen mit den Artischocken und Tomaten unter den Rucola heben. Als Dressing bereiten wir aus dem Zitronensaft, Feigenessig, Olivenöl und Senf eine einfache Vinaigrette und schmecken sie mit Salz und Pfeffer ab. Wir haben für unsere Wanderung den Salat als Schüttelsalat in einem Einmachglas angerichtet. Die Vinaigrette wird dazu als erstes ins Glas gegeben und danach alle Zutaten einzeln aufgeschichtet, der Salat zum Schluss, so bleibt er schön knackig. Die Variante eignet sich super zum Picknicken. Vor dem Essen das Glas einfach kräftig schütteln.

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