Für 2 Personen

    Was gibt es besseres, als einen schönen Herbsttag im Wald zu verbringen; eingepackt in warme Socken und Wollpullover, den Duft von Pilzen in der Nase?
    Vor einer Weile waren wir mit Freunden in Brandenburg unterwegs und sind stundenlang durch den Wald gestreift, auf der Suche nach Maronen, Schirm-, Butter- und Birkenpilzen, Ziegenlippe, Pfifferlingen und dem begehrten Steinpilz. Alle paar Minuten kam aus einer anderen Richtung ein „Steinpilz!“-Ruf. Was den Sammelwahn nur noch verstärkt hat. Denn hat man einmal angefangen…ihr wisst schon. Ein Pilz-Körbchen kann niemals voll genug sein!
    Zu frischen Pilzen braucht es gar nicht mehr viele Zutaten, weil sie von sich aus schon ein großartiges Aroma haben. Mit Schalotte und Thymian in etwas Butter gebraten, essen wir sie am liebsten. Da wir euch aber mehr als das klassische Pilzbrot bieten möchten, haben wir uns dazu eine leckere, wärmende Suppe ausgedacht.

    Die Butter mit der Haselnussmilch in einem kleinen Topf aufkochen. Das Grünkernmehl in die heiße Flüssigkeit geben und so lange mit einem Löffel bei geringer Hitze rühren, bis sich die Masse als Kloß vom Topfboden löst. Den Teig etwas abkühlen lassen.
    In der Zwischenzeit die Gemüsebrühe in einem Topf aufkochen. Die getrockneten Steinpilze und Tomaten fein hacken und zusammen mit dem Lorbeerblatt 10 Minuten in der Brühe köcheln.
    Die Petersilienblätter von den Stielen abzupfen und fein hacken. Den Grünkernteig mit 1/2 TL Salz würzen und das Ei und die Petersilie untermischen. Aus dem Teig mit beiden Händen 16 Klößchen formen und in der Gemüsebrühe bei geringer Hitze ca. 15 Minuten gar ziehen lassen.
    Währenddessen die Waldpilze putzen und in mundgerechte Stücke schneiden. Die Schalotte fein hacken und in etwas Butter glasig anschwitzen. Pilze und Thymian hinzugeben und etwa 3 Minuten scharf anbraten. Die Pilze zum Schluss mit Salz abschmecken und zu der Brühe mit den Klößchen geben.

    Zu behaupten sich gesund zu ernähren sei immer einfach, wäre eine glatte Lüge. Obwohl 90% der deutschen Bevölkerung weiß, was alles zu einer gesunden und ausgewogenen Ernährung gehört, schafft es nur knapp jeder Dritte dieses Wissen auch im Alltag umzusetzen. Das ergab eine aktuelle Forsa-Umfrage im Auftrag des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) und des Bundeszentrums für Ernährung (BZfE).

    Auch wenn wir den großen Vorteil haben, von zu Hause aus zu arbeiten, mit einem meist gut gefüllten Kühlschrank und der Möglichkeit jeder Zeit kochen zu können, kennen auch wir dieses Problem nur zu gut. Wie oft saßen wir schon mit knurrenden Mägen an unseren Schreibtischen, weil wir über die Arbeit das Essen vergessen hatten. Aber statt zu ungesundem Fastfood zu greifen, haben wir für uns mit der Zeit einige Strategien entwickelt, durch die wir uns in solchen Situationen dennoch gesund ernähren können. Warum sollten genau solche Ansätze nicht auch anderen helfen eine ausgewogene Ernährung besser in ihren Alltag zu integrieren? Genau das ist der Ansatz eines tollen Projektes, welches wir euch gerne näher vorstellen möchten. Das Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft startete zusammen mit dem Bundeszentrum für Ernährung den deutschlandweiten Ideenaufruf „Vom Wissen zum Handeln“. Noch bis zum 30. November 2017 können Ideen und pragmatische Ansätze oder auch bereits umgesetzte Projekte zum Thema gesunde Ernährung eingereicht werden. Das kann eine konkrete Anregung, eine bewährte Erfahrung oder eine kreative Aktion bis hin zu einer innovativen Kampagne sein.

    Es ist gar nicht mal so einfach alltagstaugliche Ideen für jedermann zu entwickeln. Wir haben sehr lange über dieses spannende Projekt nachgedacht und uns den Kopf zerbrochen. Vielleicht liegt die Lösung für das Problem für euch aber schon auf der Hand?! Dann bewerbt euch mit eurer Idee beim Ideenaufruf. Alle nötigen Informationen und das Formular zur Bewerbung findet ihr hier: www.vomwissenzumhandeln.de

    Ein Grundrezept, das sich mit einfachen Mitteln in 5 ganz unterschiedliche Gerichte verwandeln lässt.

    Eine unserer Strategien eine gesunde Ernährung besser in den Alltag einzubinden ist das Vorkochen. Es ist die perfekte Möglichkeit auch an stressigen Tagen frische Mahlzeiten aus guten Zutaten ohne viel Aufwand zu genießen.

    Wir haben uns überlegt, wie wir diesen Vorkochprozess noch einmal vereinfachen und optimieren können. Herausgekommen ist die Idee „aus 1 mach 5“. Hierbei gibt es ein Basisrezept, welches sich mit nur jeweils zwei Zusatzzutaten in ein neues Gericht umwandeln lässt. Man kann also am Anfang der Woche eine größere Menge vorkochen und sich dann im Laufe der Woche in maximal 10 Minuten ein frisches, ausgewogenes und abwechslungsreiches Essen zubereiten. Wie das Ganze aussehen könnte, möchten wir euch an einem Beispielrezept aufzeigen.

    Bei uns gibt es ein Rezept, das ganz oben auf der Liste der „schnell & einfach Gerichte“ thront und wir fanden sofort, dass es die perfekte Grundlage für unsere „aus 1 mach 5“ Aktion ist: Das Ofengemüse. Je nach Saison variiert unser Rezept und trotzdem bleibt es denkbar einfach. Das Gemüse wird grob zerkleinert und anschließend mit einem Dressing gewürzt, bevor es in den Ofen wandert. Das sind 15 Minuten Arbeit und 35 Minuten Zeit, in denen man etwas anderes erledigen kann, während das Gemüse vor sich hin brutzelt.

    Auf dieser Basis haben wir 5 unterschiedliche Rezepte entwickelt: Hummus mit Ofengemüse, eine Suppe, einen Brotaufstrich, Salat und eine Pastasauce.

     

    Um unsere Idee noch besser in den Alltag integrieren zu können, stellen wir uns dazu eine App mit einer Sammlung von einfachen, schnell zuzubereitenden Grundrezepten vor, die durch Zugabe von wenigen Zutaten und mit schnellen Handgriffen zu eigenständigen Gerichten variiert werden können. Was haltet ihr davon? Könnte euch diese Idee helfen euch im Alltag gesünder zu ernähren, oder habt ihr eine viel bessere? Hier findet ihr alle nötigen Informationen und das Formular zur Bewerbung: www.vomwissenzumhandeln.de

     

    Damit ihr eine konkrete Vorstellung von unserer „aus 1 mach 5“ Idee bekommen könnt, findet ihr nachfolgend das Grundrezept und unsere 5 einfachen Variationen daraus.

    Für 1 Kilogramm

    Den Backofen auf 180 °C vorheizen. Die Möhren, Beten und Petersilienwurzeln, gründlich abbürsten oder schälen, anschließend grob zerteilen. Die Zwiebeln halbieren, den Knoblauch in Scheiben schneiden und alles auf einem Backblech verteilen und gut salzen. Die Rote Bete etwas beiseite legen, da wir sie nicht für alle nachfolgenden Rezepte verwenden.
    Olivenöl, Essig und Ahornsirup zu einem Dressing vermischen und über das Gemüse träufeln. Im Ofen 30-40 Minuten backen, bis das Gemüse weich ist (mit der Messerspitze prüfen).

    1. Mit Hummus als Beilage

    200 Gramm des frisch gebackenen Gemüses auf 200 Gramm Hummus anrichten. Mit etwas Olivenöl beträufelt und mit gehackter Petersilie und Sesam garniert, wird es zu einem schnellen und bunten Mittagessen.

    2. Mit Gemüsebrühe und Kokosmilch als Suppe

    Für eine cremige Suppe  200 Gramm des gebackenen Gemüses mit 300 Milliliter Gemüsebrühe und 100 Milliliter Kokosmilch pürieren. Wer möchte, kann noch etwas frischen Ingwer, gemahlene Kreuzkümmel- und Koriandersamen dazugeben. Zum Schluss mit Salz abschmecken.

    3. Mit Sonnenblumenkernen als Brotaufstrich

    40 Gramm Sonnenblumenkerne rösten und mit 120 Gramm des gebackenen Gemüses, 60 Milliliter Wasser und einem Esslöffel des Gemüsesaftes, der nach dem Backen auf dem Blech zurückbleibt, cremig pürieren. Mit Salz abschmecken.

    4. Mit Gerste und Rucola als Salat

    Für einen warmen oder kalten Salat 300 Gramm des gebackenen Gemüses grob würfeln und mit 150 Gramm gekochter Gerste und einer Handvoll Rucola mischen. Als Dressing dient der Gemüsesaft, der nach dem Backen auf dem Blech zurückbleibt. 50 Milliliter davon mit einem Teelöffel Dijonsenf verquirlen und gut mit der Gerste und dem Gemüse vermischen. Gegebenenfalls nachsalzen.

    5. Mit Tomatenmark als Sauce

    Auch als Saucenbasis eignet sich das Gemüse hervorragend. Dafür 80 Gramm des gebackenen Gemüses mit 80 Milliliter Wasser und zwei Esslöffel Tomatenmark pürieren. Mit Salz und Ahornsirup abschmecken. Wir essen die Sauce gerne zu (Zucchini) Nudeln mit Kirschtomaten und Pinienkernen.

    Für 3 Personen

    Die Kartoffeln schälen und in Salzwasser kochen. Anschließend durch eine Kartoffelpresse in eine Schüssel drücken.
    Die roten Linsen in doppelter Menge Wasser aufkochen und 10-15 Minuten köcheln lassen.
    Ingwer, Schalotte und Knoblauch fein hacken. Den Blumenkohl in Röschen teilen und ebenfalls hacken oder im Mixer zerkleinern. In einer Pfanne etwas Kokosöl erhitzen und Ingwer, Schalotten, Knoblauch, Blumenkohl und Garam Masala 5-10 Minuten darin anbraten, bis der Blumenkohl gar ist.
    Die Cashewkerne grob hacken und in etwas Kokosöl anrösten. Die Datteln fein hacken und mit den Cashewkernen, den Linsen und der Blumenkohlmischung zu den Kartoffeln geben und alles vermischen. Mit Reismehl und Wasser gut verkneten und mit Salz abschmecken.
    Die Masse, mit feuchten Händen, zu Bällchen formen und in 160°C heißem Fett goldbraun frittieren. Auf Küchenpapier abtropfen lassen.
    Für die Sauce die Limette auspressen und die Minzblättchen von den Stielen zupfen. Beides mit dem Reissirup im Mixer pürieren.
    Wir essen gerne cremigen Joghurt zu den Bällchen. Sie machen sich aber auch super in einem indischen Curry, mit fruchtig scharfer Sauce.

    Newsletter

    Keine neuen Rezepte, kulinarischen Geschichten und Events mehr verpassen! Trage dich in unseren Newsletter ein und erhalte eine Nachricht über alle Krautkopf Neuigkeiten und neuen Beiträge. 

    Danke fürs Registrieren.

     

    Um Missbrauch durch Dritte vorzubeugen, haben wir dir einen Bestätigungslink an deine E-Mail Adresse gesendet. Bitte öffne diesen um die Newsletter Anmeldung zu bestätigen.

    Scroll to top