Für 2 Portionen

Kohl wird bei uns selten gekocht, sondern meistens gebacken oder gebraten. So bekommt er nicht nur einen besonderen Geschmack, sondern wird weich und knusprig zugleich. Eines unserer Lieblingsrezepte aus der Krautkopf App sind die Dinkel-Spätzle mit Mohn und gebackenem Rotkohl. Höchste Zeit es auch einmal im Blog vorzustellen!

Den Backofen auf 200°C (Ober- / Unterhitze) vorheizen. Ein Backblech mit etwas Olivenöl bestreichen.
Den Strunk vom Rotkohl entfernen und den Kohl in etwa 3 cm dicke Scheiben schneiden. Die Schalotte vierteln. Rotkohl und Schalotte auf dem Backblech verteilen. Großzügig mit Olivenöl beträufeln, kräftig mit Meersalz und Pfeffer würzen und mit dem Balsamico besprenkeln. Den Rotkohl 25-30 Minuten auf mittlerer Schiene backen, bis er gar und stellenweise knusprig ist.
In der Zwischenzeit für die Spätzle Mehl, Salz, Eier und Wasser in einer Schüssel vermischen und mit einem Kochlöffel so lange schlagen, bis der Teig Blasen wirft. Anschließend 10 Minuten ruhen lassen.
Den Teig portionsweise durch eine Spätzlepresse in siedendes Salzwasser drücken oder mit einem großen Messer von einem Brett schaben.
Sobald die Spätzle an der Wasseroberfläche schwimmen, mit einer Schaumkelle abschöpfen und direkt in eine große Pfanne mit Olivenöl geben um die Spätzle warm zu halten.
Zum Schluss den Mohn mit in die Pfanne geben und die Spätzle kurz anbraten.
Den Rotkohl und die Schalotte etwas zerpflücken, mit Salz und Pfeffer abschmecken und auf den Spätzle anrichten oder direkt in der Pfanne vermischen.
Wer gerne Sauce zu seinen Spätzle mag, kann dazu unsere Portweinsauce servieren.

Wir waren dieses Jahr ziemlich oft in Mecklenburg. Das Schöne daran ist gar nicht mal die Ruhe, das Runterkommen, sondern die tolle Gemeinschaft, die wir dort erleben. In Rensow ist man nicht alleine im Nirgendwo. Drumherum versammeln sich Menschen, die dieses Fleckchen zwischen der Mecklenburger Seenplatte und der Ostseeküste mit ihren Ideen bereichern.

Jeder hilft jedem, oft sitzt man bei einem Glas Wein zusammen und überlegt, was man als nächstes Projekt starten könnte. Wir sind jedes Mal aufs Neue wahnsinnig inspiriert. Deswegen haben wir uns auch direkt wieder auf den Weg gemacht, als Knut uns vorschlug, dass wir im Gutshaus Rensow ein weihnachtliches Abendessen kochen könnten.

Für Knut und Christina ist das Routine, denn sie kochen jeden Mittwoch für 20 bis 30 Gäste und wir waren auch schon mehrmals dabei um die Kochlöffel zu schwingen. Passend zum Gutshaus gibt es neben allerlei Gemüse und Salaten meist einen Braten, das Herzstück der Tafel, das vom Gastgeber oder einem besonderen Gast angeschnitten wird. Als Vegetarier war diese Tradition gar nicht in unserem Bewusstsein und deswegen fanden wir Knuts Vorschlag sie ins vegetarische zu übertragen wahnsinnig toll. Seine Idee war ein gefüllter Wirsing. Gemeinsam haben wir uns dann überlegt, wie wir ihn am besten füllen und zubereiten könnten. Geraspeltes Gemüse, Hülsenfrüchte, Kerne, Nüsse, es gibt ja so viele Möglichkeiten! Was am Ende in den Kohl gewandert ist, verraten wir euch hier im Rezept. Aber nicht nur ein besonderes Herzstück wollten wir zubereiten, auch eine leckere Beilage sollte auf den Tisch. Eben das traditionelle drei Komponenten Essen mit einem Hauptstück, Beilage und Sauce.

Sowohl passend zum Gutshaus, als auch zur Weihnachtszeit, wollten wir zum Wirsing noch eine mit Champignons gefüllte Kartoffelrolle und eine kräftige Portweinsauce servieren.

Die Ideen standen also, soweit so gut. Wäre nicht gerade in der Zeit der Gastank bis auf den letzten Tropfen leer gewesen und damit nicht nur die Heizung kalt, sondern auch der Gasherd. Auf einzelnen Kochplatten und in drei verschiedenen Räumen, in dem weitläufigen Gutshaus verteilt, haben wir also gekocht. In einer der Ferienwohnungen im oberen Stockwert schwammen die Kartoffelrollen im köchelnden Wasser, in einer anderen kleinen Küche schwitzten die Kohlköpfe im Ofen, und um jede Hitzequelle auszunutzen, waren auch auf den Holzöfen Töpfe verteilt. Die Sauce sollte schließlich lange einkochen. Und auch sonst kam viel Kleinkram zusammen. Alles warm auf den Tisch zu bringen war eine ziemliche Herausforderung und genau das lieben wir so sehr an unseren Abstechern aufs Land. Man lernt immer dazu, wird vor Herausforderungen gestellt und wächst mit seinen Aufgaben. Wenn dann alle an der langen Tafel sitzen, mit einem Lächeln im Gesicht, das von den flackernden Kerzen in ein warmes Licht getaucht ist, jeder seinen Teller leer putzt, dann sind wir glücklich.

Zu Hause haben wir das ganze Gericht noch einmal unter „normalen“ Bedingungen nachgekocht und die Rezepte für euch aufgeschrieben. Es ist ein perfektes Hauptgericht für das Weihnachtsfest, lässt sich aber auch in den einzelnen Komponenten ganz unterschiedlich mit weiteren Speisen zusammenstellen um ein buntes Buffet für einen festlich gedeckten Tisch zuzubereiten. Hier findet ihr den gefüllten Wirsing, die Kartoffelrolle und die Portweinsauce.

Für 500 ml (4 Personen)

Das Rezept für die Bratensauce haben wir für ein veganes Weihnachtsessen kreiert. Dazu gab es einen gefüllten Wirsing und eine Kartoffelrolle mit Champignonfüllung. Den ganzen Beitrag zu dem weihnachtlichen Dinner im Gutshaus Rensow, könnt ihr euch hier ansehen.

Die Schalotten und den Knoblauch fein hacken. Das Rapsöl in einem Topf erhitzen und Schalotten und Knoblauch darin glasig anschwitzen. Tomatenmark hinzufügen und ebenfalls etwas anschwitzen. Mit Portwein und Rotweinessig ablöschen und etwa 5 Minuten kochen lassen. Gemüsebrühe aufgießen und Steinpilze und Lorbeerblatt hinzugeben. Die Sauce etwa 30 Minuten bei mittlerer Hitze einkochen lassen. Danach das Lorbeerblatt entfernen, Holunderbeer-Gelee hinzugeben und die Sauce pürieren. Nach Belieben noch etwas einkochen lassen und mit Salz abschmecken.

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