Erntedank. In Zeiten, in denen jedes Obst und Gemüse zu jeder Jahreszeit schön poliert in der perfekt beleuchteten Auslage der Supermärkte zu haben ist, hat dieses Fest wohl an Bedeutung verloren. Für uns hat es in diesem Jahr mehr Wichtigkeit denn je. Denn nach all der Arbeit, sind wir mehr als Dankbar für das, was uns die Natur geschenkt hat. Immer wieder haben wir schon von unserem Garten erzählt. Sei es über die ersten Ideen im Frühjahr, unser Gewächshaus, die Kirschernte, Zucchinischwemme oder unsere üppige Apfelausbeute. Wir haben in unserem ersten Gartenjahr wahnsinnig viel gelernt. Neben der Bewirtschaftung selbst war diese Erfahrung vor allem für uns persönlich bereichernd und davon möchten wir euch ein wenig erzählen.

In den vergangen Monaten haben wir vor allem gelernt wie zufriedenstellend es sein kann, sich selbst seine Lebensgrundlage zu schaffen. Nicht vorrangig für Geld zu arbeiten, sondern die Arbeitskraft unmittelbar in die Produktion von Lebensmitteln zu stecken. In Gemüse, das man vom Saatkorn groß gezogen hat – die ersten Blättchen, die aus der Erde sprießen, das Einpflanzen in den eigenen Grund und Boden, die Pflege, das Wachstum, Fruchtbildung, Ernte, Zubereitung. Eine saisonale Ernährung ist uns schon seit vielen Jahren wichtig aber den ganzen Prozess nun selbst zu erleben, ist noch einmal eine andere Nummer, als auf dem Wochenmarkt bei regionalen Bauern einzukaufen. Nicht nur die Erfahrung des Anbaus an sich hat uns sehr bereichert. Auch hautnah mitzuerleben, was Klimaveränderungen für die Bauern um uns herum bedeuten, war extrem spannend. Während wir die Möglichkeit hatten unsere etwa 95qm große Nutzfläche zu bewässern, verdorrten anderswo die Felder. Diesem heißen und trockenen Sommer ging ein komplett durchregnetes Jahr voraus. In der Landwirtschaft kann man sich nicht auf eine Kontinuität des Wetters verlassen, sondern muss mit der Natur leben und sich ihr anpassen.

Was für den einen große Ernteausfälle bedeutet, bringt dem nächsten, wie in diesem Jahr, prall gefüllte Obstbäume und Rekordernten. Die ganze Existenz ist abhängig von einer unbeeinflussbaren Kraft. Das alles sollte man sich, neben dem Aufwand den es bedeutet Gemüse groß zu ziehen, als Konsument bewusst machen. 

Für uns ist jedes Fitzelchen Gemüseschale, Stiel und Stängel umso wertvoller geworden. Denn all das landet, wenn es nicht verarbeitet wird, bei uns auf dem Komposthaufen und verrottet zu wertvollem Humus, den wir für die nächste Gartensaison wieder in den Boden einbringen, um ihm die wichtigen Nährstoffe zurückzugeben, die er in unsere Pflanzen gesteckt hat.

Hier auf dem Land leben wir aber nicht nur direkter mit der Natur, auch unsere Art zu kochen hat sich verändert. Noch vor wenigen Jahren dachten wir, es braucht Gewürze, ausgefallene Zutaten und aufwändige Rezepte, um besondere Gerichte zu kreieren. Davon distanzieren wir uns schon eine Weile aber seit diesem Jahr umso mehr. Wenn man so viel Energie in die Erzeugung eines Gemüses steckt, ist das Ziel beim Kochen den natürlichen Geschmack zu erhalten oder mit nur wenigen Zutaten zu verstärken. Obst und Gemüse muss nicht erst zu etwas Wohlschmeckendem gemacht werden, denn das hat die Natur schon für uns erledigt. Dafür muss man sich aber auch auf den Geschmack der Natur einlassen. Auf dem Feuer zubereitet, nur mit wenig Salz abgeschmeckt. Dazu Hülsenfrüchte und Nüsse, mal mit Essig, Öl, Senf oder Kräutern verfeinert. Mehr braucht es eigentlich nicht für eine ausgewogene, gesunde und schmackhafte Kost. Wie schön ist es doch, dafür ganz spontan in den Garten zu gehen und einfach zu pflücken, wonach uns gerade ist. Wonach unser Körper gerade verlangt.

Über den Weg zum eigenen Gemüse, unseren Prozess, möchten wir euch auch ein wenig berichten. 

Fangen wir noch einmal ganz von vorne an. Im Februar ging es los mit der Anzucht der Jungpflanzen. Alle unsere Pflanzen haben wir vom Saatkorn, aus samenfestem Bio-Saatgut, aufgezogen, sie Wochenlang gehegt und gepflegt, bis sie dann endlich in den Boden konnten. Sieben verschiedene Sorten Kartoffeln, Rot-, Weiß- und Grünkohl, Radieschen, Erbsen, Fenchel, Brokkoli, Rote Bete, Rettich, neun Sorten Tomaten, Auberginen, Artischocken, Gurken, Chili, Paprika, Bohnen, Zucchini, Kürbis, Lauch, Rosenkohl, Knoblauch, Zwiebeln, Salate, Kohlrabi, Blumenkohl, Wirsing, und Meerrettich. Das alles natürlich nicht willkürlich verstreut und zeitgleich, sondern anhand eines Aussaatkalenders, den wir auf Grundlage unseres Saatgutes zusammengestellt hatten. 

Der Ursprüngliche Plan war es, jedes Gemüse dort anzupflanzen, wo es die besten Vorraussetzungen vorfindet. Waldbeeren an einem schattigeren Platz mit saurerem Boden, Sonnenliebhaber an der Südseite des Hauses um möglichst viel reflektierendes Licht und Wärme abzufangen usw. Schnell merkten wir dann aber, wie schwierig diese Art des Anbaus sein kann, wenn man bei Null anfängt. Wir entschieden uns dann ein großes Hauptbeet mit Wegen als Bauerngarten anzulegen. 

Die Pflanzen kamen in Mischkultur in die Erde. Dabei achteten wir natürlich darauf, dass nur Sorten, die sich gut vertragen, nebeneinander gesetzt wurden. Zwischen dem Gemüse bestückten wir die Beete mit Kräutern und essbaren Blumen wie Ringelblume, Tagetes, Kapuzinerkresse und Borretsch. Den Boden mulchten wir mit einer dicken Schicht Stroh bzw. frischem Grasschnitt, damit das Wasser durch langsamere Verdunstung länger gespeichert werden kann. Außerdem zersetzt sich diese Schicht mit der Zeit und gibt Nährstoffe an den Boden ab. Gedüngt haben wir kein einziges Mal. Abgesehen vom Gießen, ein bis zweimal pro Woche, in den Hitzeperioden maximal dreimal und einmaligem Unkraut-Zupfen während der ganzen Saison, hatten wir wenig Arbeit mit der Pflege. Die Wühlmäuse und Maulwürfe haben uns zwar zur Weißglut gebracht, mit ihrem Aus- und Umgraben der Pflanzen, aber neben den wenigen unbeliebten Gästen im Garten, konnten wir uns über viele Nützlinge freuen. Igel wohnen in einem Wall aus Ästen, Unmengen kleiner Frösche springen auf unserem Grundstück herum. Bienen, Fledermäuse, Marienkäfer und eine Vielzahl an Vögeln tummeln sich im Garten. Es summt, singt und quakt in jeder Ecke. Die Tiere fühlen sich wohl in unserem kleinen Paradies und helfen bei der Gartenarbeit indem sie Blattläuse, Schnecken und andere Schädlinge vertilgen. Dank des gesunden Ökosystems konnten wir eine Menge ernten.

Ganz genau dokumentiert haben wir den Ertrag leider nicht. Für euch und auch aus reiner Neugier, haben wir unsere Ernte zumindest teilweise notiert: aus den 7 Sorten à 5 Kartoffeln wurden insgesamt 24 Kilogramm. Einige der Sorten waren sehr erfolgreich, wie Sieglinde mit 5 Kilogramm und Ackersegen mit 5,5 Kilogramm, andere fielen weniger üppig aus. Aber es kommt ja nicht nur auf die Menge an, sondern vor allem auf den Geschmack! Die Bamberger Hörnchen, die nur etwa 2 Kilo Ernte einbrachten, werden wir nächstes Jahr dennoch wieder anbauen. Heiderot, Mayan Gold, Schwarze Russische und Violetta wurden auch von den Wühlmäusen sehr geliebt, da müssen wir uns wohl etwas einfallen lassen oder eben weiterhin teilen.

Unsere Zucchini…dazu kann man kaum etwas sagen. Wir haben schnell aufgehört sie zu zählen, aber es waren im Schnitt 6-8 Stück pro Woche ab Juli bis Anfang Oktober. Gurken konnten wir ab Juli ca. 5 Stück pro Woche ernten, Kürbisse waren es bisher 21 Stück, Tomaten 27 Kilogramm, Tendenz steigend. 8 Kohlrabi, 20 Knollensellerie, jeweils 7 Weiß- und Rotkohle, ebenfalls 7 Wirsingköpfe, 20 Rote Bete, 10 Stangen Lauch, 15 Fenchel, wobei wir die Hälfte der Fenchelknollen an die Wühlmäuse verloren haben. Auch Obst und Walnüsse konnten wir in Hülle und Fülle ernten und standen schnell vor dem Problem, es gar nicht alles frisch verwerten zu können. Deswegen durften sich die Nachbarn dankend bedienen und es wurden etwa 20 Kilogramm Kirschen zu Marmelade gekocht, gedörrt, in Salz und Essig eingelegt oder zu Kompott verarbeitet. Gute 200 Kilogramm Äpfel wurden zu Saft gepresst, zu Apfelmus und Chutney verarbeitet, zu Apfeldicksaft eingekocht und zu Apfelringen gedörrt. Unser Vorratsschrank füllt sich immer weiter mit Leckereien. Seien es Einlegegurken, Tomatensauce, Holunderbeersirup, diverse Fermente und auch experimentelle Sachen wie Fichtenspitzen in Honig oder Löwenzahnsirup sind dort zu finden. Sauerkraut in drei Varianten, Knoblauch in Waldhonig, Gurkenkimchi, Antipasti, getrocknete Tomaten. Wenn man all das wunderbare Gemüse „aus der Not heraus“ einkocht, fermentiert oder anderweitig haltbar macht, fängt man an kreativ zu werden,

damit am Ende auch verschiedene Dinge herauskommen, an denen man die kalten Monate über Spaß hat. Vor allem, wenn es in der Küche dann doch einmal schnell gehen muss, ist es wunderbar sich daran bedienen und mit wenigen Handgriffen tolle Gerichte zaubern zu können.

Mit unserem ersten Gartenjahr sind wir mehr als zufrieden und sehen dem nächsten mit Spannung entgegen! Bis dahin gibt es noch viel zu lernen. Denn auch wenn wir scheinbar ein gesundes Ökosystem in unserem Garten haben, müssen wir nach dem ersten Jahr noch viel genauer darauf achten, was wir wo anbauen möchten, um dieses Ökosystem auch zu erhalten. Bisher haben wir uns hauptsächlich mit der Mischkultur beschäftigt. Abgeerntete Flächen, wie zum Beispiel unser Kartoffelbeet, haben wir bereits mit Bodenverbesserern, wie Senf, bestückt. Wenn wir auf den bewirtschafteten Flächen nächstes Jahr wieder anbauen möchten, müssen wir uns aber noch mit Fruchtfolgen auseinander setzen. Nicht nur durch eine Mischkultur, sondern vor allem auch einen regelmäßigen Wechsel der Kulturen, können Krankheiten und eine einseitige Nährstoffnutzung vermieden werden. Je nachdem, wie viele Nährstoffe eine Pflanze verbraucht, wird sie den Stark-, Mittel- und Schwachzehrern zugeordnet. Auf unserem Kartoffelbeet sollten wir im nächsten Jahr also keinen Kohl, Kürbis, Lauch oder Zucchini anbauen, da all diese Pflanzen zu den Starkzehrern zählen und dem Boden sehr viele Nährstoffe entziehen. Im nächsten Jahr können dort zum Beispiel Fenchel, Rote Bete und Salate unterkommen. 

Abgesehen davon möchten wir unsere Beete in der nächsten Gartensaison noch mehr durch Vor- und Nachkulturen ausnutzen. So kann ein und dasselbe Beet das Jahr über mehrere Gemüsesorten nacheinander beherbergen. Im Frühjahr sät man zum Beispiel Spinat, der etwa bis Mitte Mai abgeerntet wird. Daraufhin können, an dieser Stelle, Buschbohnen in die Erde. Diese werden wiederum gegen Ende August geerntet und schaffen Platz für Feldsalat und so weiter. Wie viele Jahre es wohl dauern wird, bis das alles keine böhmischen Dörfer mehr für uns sind?

28 Kommentare

  • Wow! Unglaublich, was Ihr geschafft und geschaffen habt. Ein sehr schöner Blogpost. Inspirierend für den eigenen kleinen Minigarten am Rande der Stadt. Danke Euch und genießt Eure Ernte!

    • Danke liebe Antje! Wie schön, dass wir dich damit inspirierend konnten, das freut uns wirklich sehr!
      Aus eigener Erfahrung wissen wir, wie viel man auch auf kleinem Raum, selbst mitten in der Stadt, umsetzen kann. Es ist sogar so, dass wir vorletztes Jahr auf unserem Balkon in Berlin von nur zwei Pflanzen 15 richtig große Auberginen ernten konnten. Hier im Garten hingegen sind sie gar nichts geworden, weil wir wohl einfach zu spät dran waren. Und auch Gurken, Tomaten, Beeren, Bete, Salate hatten wir. Zwar natürlich in geringer Menge aber doch so, dass wir uns immer wieder eine Kleinigkeit frisch pflücken konnten. Wie viel Fläche hast du denn in deinem Gärtchen und was baust du an?

    • Wir haben knapp 500qm und in den letzten beiden Jahren erstmal aufgeräumt und den völlig vernachlässigten Garten „entlüftet“. Jetzt gibt es ein kleines Holzhäuschen und im Winter werde ich es einrichten samt kleiner Küche und Ofen. Ich bin ehrlich, mit kleinem Kind und nur Zeit an den Wochenenden habe ich noch gar nicht groß über den Anbau nachgedacht. Tomaten und Kräuter wachsen bisher auf unserem Balkon mitten in Leipzig. Aber für das kommende Frühjahr werde ich mich tiefer in die Materie begeben und zumindest eine kleine Fläche für Gemüse nutzbar machen. Himbeeren und Blaubeeren wird es auch geben. Ich bin ganz hingerissen von Eurem Weg und es ist schön zu sehen, wieviel Arbeit und Liebe Ihr da hineinsteckt. Ganz herzliche Grüße!

    • Liebe Antje, das klingt herrlich! So ein Platz, egal wie groß und wie oft man Zeit dafür hat, ist unheimlich wertvoll. Wir würden uns freuen, wenn du nächsten Sommer an uns denken und ein wenig berichten würdest, was sich getan hat :) Liebe Grüße, Susann

  • Ihr Lieben, ihr seid toll! <3 Vielen herzlichen Dank für das was ihr tut und vorlebt. Es ist ganz wunderbar, das alles mitzuverfolgen und zu lernen für zukünftige eigene Projekte. ;-) Ganz liebe Grüße Mel

    • Danke für deine lieben Worte Mel! Auch wenn wir ja ein Food- und kein Gartenblog sind, freuen wir uns wirklich sehr, dass wir auch mit solchen Themen inspirieren können. Für uns stellt der Gemüseanbau die Grundlage von allem dar und ist eigentlich die logische Konsequenz einer saisonalen Ernährung. Aber wie das auf der anderen Seite des Bildschirms ankommt, ist eben immer schwierig abzuschätzen. Danke also für dein Feedback! Herzlichst, Susann

  • Was für wunderschöne Fotos!!! Ich könnte sie mir stundenlang ansehen. Natürlich sind auch eure Beiträge animierend, obwohl ich nur ein bisschen Kleingarten bearbeite! Freue mich auf weitere Beiträge und Fotos! Danke!!

    • Wie schön, dass dir die Bilder so gut gefallen! Nächstes Jahr geht es dann bestimmt wieder weiter mit den Gartengeschichten. Wir wünschen dir einen wundervollen Sonntag! Liebe Grüße, Yannic & Susann

  • Ich weiß nicht was ich inspirierender finde, den Beitrag oder diese traumhaften Fotos!
    Ich bekomme nächstes Jahr einen eigenen Garten und bin froh mir bei euch Tipps holen zu können.
    Ihr macht eine super Arbeit. Danke euch!

    LG, Selma

  • Ihr Lieben, ich habe eure Gartenbeiträge ausgesprochen gerne gelesen. Ich habe in diesem Jahr einen Teil des Gartens als Gemüsegarten umgestaltete und erste Gehversuche unternommen. Es ist enorm, wie es die Sinne aktiviert: wie wunderschön es aussieht, wie sensationell es schmeckt, wie herrlich es sich in den Händen anfühlt (und im Rücken :)) Eure Bilder passten immer zu dem, was in meinem Garten und in meiner Küche so los war und eure Beschreibungen sprachen mir aus der Seele!
    Deshalb macht bitte gerne weiter so, gerne auch mit Sortenempfehlungen und Konservierungs- und Verarbeitungsideen! Das war ja bei der reichen Ernte echt eine Herausforderung!
    Ich habe nur drei Tomatensorten gezogen. Die Sorte Saint Pierre, eine französische Fleischtomate, hat uns am allerbesten geschmeckt. Die wird nächstes Jahr wieder mit dabei sein!
    Ich grüße euch ganz herzlich und sage Danke für eure tolle Arbeit und die wunderschönen Berichte darüber.

    • Danke für deine lieben Worte Andrea! Wir freuen uns riesig, dass auch bei unseren Gartenbeiträgen so fleißig mitgelesen wird. Wir machen ja ohnehin immer das, worauf wir Lust haben aber zu wissen, dass andere Freude daran haben, ist natürlich noch schöner :) Was hast du außer Tomaten noch angebaut? Liebe Grüße, Susann

  • Wie schön diese Bilder! Vielen Dank für diesen tollen, inspirierenden Beitrag!
    Wie viele Kürbispflanzen hattet ihr? Meine waren dieses Jahr sehr schlecht im Ertrag, aber das macht nichts. Es funktioniert nicht jedes Jahr alles gleich gut :)

    • Liebe Aurelia, wir hatten 4 Pflanzen, 2 Hokkaido und 2 Moschus. Von den Moschuskürbissen konnten wir leider nur 2 Stück ernten. Wir haben sie auf den Kompost gepflanzt und uns bis auf 3 Mal Gießen in der ganzen Saison nicht weiter darum gekümmert. Dazwischen hatten wir die Tomaten gesetzt, die eigentlich aussortiert waren aber wir wollten sie dennoch nicht wegschmeißen. Sie haben zwischen den Kürbissen zu wenig Licht bekommen aber jetzt kommen sie so langsam hervor und es hängen sogar (grüne) Tomaten daran :D

  • Nach wie vor finde ich Eurem Anwesen würden ein paar Hühner gut stehen, oder auch Bienen. Muss ja nicht alles gleich sein und Ihr habt in diesem Jahr wirklich reichlich geleistet.

  • Super spannender und interessanter Beitrag! So ein selbtversorger-Garten ist auch mein Traum und ich hoffe, ihn irgendwann umsetzen zu können. Habt ihr Literaturempfehlungen für mich oder wo habt ihr das ganze Wissen über euren Garten gesammelt?

    LG Jana

    • Liebe Jana, wir haben letztes Jahr dreimal kurze Praktika auf Gretes Gemüsehof gemacht und dort viel gelernt. Da ihr Hof nur 5km Luftlinie von uns entfernt ist, schauen wir immer mal vorbei und löchern sie mit Fragen. Aber auch bei Ulrika von Urnatur konnten wir einiges mitnehmen. Ansonsten haben wir einige Bücher über Permakultur gelesen. Zum Beispiel „Der Große Weg hat kein Tor“ von Masanobu Fukuoka zum Beispiel oder auch Sepp Holzer, Graham Bell – Der Permakultur-Garten und Bücher er Abtei Fulda zum Beispiel „Mischkultur im Hobbygarten“. Aber am meisten lernt man trotzdem beim Ausprobieren :) Liebe Grüße, Susann

  • Gratuliere zu eurem schönen Gartenprojekt. Ihr seid ja bereits auf sehr hohem Niveau eingestiegen, während ich jedes Jahr aufs neue in meinem winzigen Beet wurstle und pflanze, was mir gerade einfällt.

    Welche Gurken- und Zucchinisorten habt ihr gezogen? Kennt ihr die Gurkensorte „Russische“? Mit der habe ich sehr gute Erfahrungen gemacht: Sehr ertragreich und robust. Mit Zucchini hatte ich bisher kein Glück, habe alles an den Mehltau verloren.

    Bei uns waren die Obst- und Nußerträge auch gigantisch. Ich mache mir ja schon ein bißchen Sorgen, daß die Bäume nächstes Jahr eine Pause einlegen werden, nachdem sie sich so verausgabt haben.

    Ganz wunderbare Fotos übrigens wie immer! Ergänzen euren „erdigen“ Stil perfekt :-)

    • Liebe Birgit, wir überlegen die ganze Zeit hin und her, wann wir es schaffen noch mehr Etagen für unseren Nusstrockner zu bauen und die vielen Nüsse einzusammeln, die immer noch im Garten verstreut liegen und an den Bäumen hängen. Sie alle zu putzen etc. nimmt schon wahnsinnig viel Zeit in Anspruch, die uns gerade leider etwas fehlt. Aber ja, wir fürchten auch, dass es nächstes Jahr mau aussehen könnte, deswegen wäre ein großer Vorrat nicht so schlecht. Auch wenn wir schon fleißig wie die Eichhörnchen gesammelt haben.

      Unsere Gurken waren ‚Vorgebirgstrauben‘ als Einlegegurke und ‚Tanja‘ als Salatgurke. Wir waren mit beiden zufrieden, wobei die Einlegegurken dann doch ziemlich schnell durch waren. Gefühlt hatten wir auf dem Balkon eine bessere Ernte aber das mag auch an dem heißen Wetter gelegen haben. Wir schauen uns mal die ‚Russische‘ an! Mit der Ausbeute der Salatgurke waren wir mehr als zufrieden! Zuletzt hatten wir im Gewächshaus dort leider auch mit Mehltau zu kämpfen. Da es plötzlich so kalt wurde, wir eine Woche unterwegs waren und die Türen die ganze Zeit geschlossen waren, wurde es wohl einfach zu feucht.

      Unsere Zucchini-Sorte heißt ‚Zuboda‘. Der Ertrag war enorm! Leichter Mehltau war ab Ende August mit einer Mischung aus Wasser, Backpulver und Rapsöl gut in den Griff zu bekommen, bis ich den Großteil der Blätter bzw. Pflanzen dann aber doch Anfang Oktober entfernt habe. Nächstes Jahr werden wir von 4 auf 3 Pflanzen reduzieren und vielleicht auch andere Sorten ausprobieren.

      Es macht jedenfalls wahnsinnig viel Spaß! Wir lassen die Saison mit einigen Wintergemüsen jetzt noch langsam ausklingen und freuen uns schon auf die nächste :)

      Liebe Grüße
      Susann

  • Vielen Dank für diesen schönen Beitrag! Ihr leistet so tolle Arbeit und es macht sehr viel Freude die Beiträge dazu zu lesen! Herzliche Grüße

  • Bis auf die Tatsache, dass ich im Moment keine Möglichkeit habe etwas zu pflanzen und zu ernten, kann ich den anderen Kommentaren nur zustimmen, für mich ist dort alles gesagt.

    Auch ich finde es wunderrschön bei euch, auf dem Blog und auch in eurem analogen Leben (soweit ich es hier sehen kann).

    Viele liebe Grüße, Antje

    • Liebe Antje, man kann auch schon auf kleinstem Raum etwas anbauen und sei es nur auf der Fensterbank! So haben wir auch angefangen :) Schön, dass es dir hier bei uns so gut gefällt. Das freut uns. Liebe Grüße, Susann

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