Vor einigen Wochen waren wir für unseren zweiten Rustic & Raw Workshop wieder in Rensow und konnten es uns nicht nehmen lassen danach auf Gretes Hof vorbei zu schauen. Ganz gespannt haben wir alle Felder und Gewächshäuser inspiziert, um zu schauen, was sich in der Zwischenzeit getan hatte. Aber natürlich waren wir nicht nur zum Gucken, sondern auch zum Anpacken da.

Nach tagelangem Regen bekommt die romantische Vorstellung von einem Bauernhof kleine Risse. Denn die Arbeit muss natürlich auch im Regen erledigt und das Gemüse trotzdem geerntet werden. Mit eingeweichten und kalten Fingern Bohnen zu pflücken, ist keine besonders schöne Beschäftigung, das müssen wir zugeben. Vor allem dann nicht, wenn die Bohnen nicht einmal zum Essen sind, sondern zur Saatgutgewinnung getrocknet werden müssen. Aber all das gehört mit dazu. Sowie es im Sommer dazu gehörte auf dem Boden robbend Unkraut zu jäten, robbten wir im Herbst durch den Matsch um eine besondere, winterfeste Zwiebelsorte zu stecken, die bereits im Frühjahr geerntet werden kann. Aber nicht nur zur Saatgutgewinnung stand immer noch einiges auf dem Acker. Es wanderte jede Menge Rote Bete in die Kisten, Fenchel, Rüben, Salate und die schönsten Kürbisse, von denen wir uns direkt ein paar eingepackt haben, um sie abends zu essen.

Einmal mehr waren wir fasziniert von der Schönheit dieses Gemüses. Ganz anders als die genormte Massenware aus dem Supermarkt hat Gretes Gemüse Charakter und wahnsinnig viel Geschmack. Mit der Produktion von ihren wunderbaren alten und samenfesten Sorten trägt Grete dazu bei die Biodiversität, die Vielfalt auf den Feldern, zu erhalten. Wir hatten ja schon erzählt, dass sie alleine 60 Tomatensorten anbaut! Gerade diese haben wir das Jahr über schon fast in ihrem ganzen Zyklus begleitet. Vom Pikieren im Frühling, zum Ernten im Sommer, bis zur Samengewinnung im Herbst bei diesem Besuch. Sie sind uns richtig ans Herz gewachsen und immer wenn wir eine bekannte Sorte entdecken, erscheint wie von selbst ein Lächeln auf unseren Gesichtern.

Mit den Kürbissen wollten wir ein bisschen experimentieren. Also ab ins Feuer mit ihnen, um sie im Ganzen in der Glut zu garen und das weiche Fleisch anschließend aus den schwarzen Schalen zu lösen. Dazu gab es Salbeibutter und Sonnenblumenkerne. Als dann doch noch einmal die schon tief stehende Sonne zum Vorschein kam, war der Abend perfekt. Umgeben von alten Mauern und von duftenden Kräutern im Garten von Knut und Christinas Siedlerhaus in Rensow.

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