Für 2 Personen

Unser Balkon ist auch dieses Jahr wieder prall gefüllt mit den verschiedensten Gemüsesorten. Wir haben etwas aufgerüstet und uns ein Hochbeet zugelegt. Auf zusätzlichen 100x80cm können wir nun wirtschaften. Es wird auf jeden Fall ganz schön bunt, denn wir haben einige verschiedenfarbige Gemüsearten gepflanzt. Wenn man überlegt, dass es z.B. Möhren in so großer Farbenpracht gibt und sie alle einen eigenen Geschmack haben, ist es doch sehr schade, dass wir fast ausschließlich orangene Karotten kaufen können. Das alles nur weil holländische Gärtner diese im 17. Jahrhundert als Ehrung für Wilhelm von Oranien züchteten. Wir sind dabei uns ein paar alte und ausgefallenere Sorten zu ziehen und sind schon sehr auf deren Geschmack gespannt. Denn bei aller Farbenpracht sollte der Geschmack an vorderster Stelle stehen. Gute Zutaten sind das Wichtigste für ein leckeres und gesundes Essen.
Man entwickelt ein ganz anderes Bewusstsein, wenn man dem eigenen Gemüse einige Wochen lang jeden Tag beim Wachsen zuschaut, es hegt und pflegt und sich über jeden Sonnentag freut. Es ist ein tolles Gefühl, sich das selbst angebaute Gemüse auf der Zunge zergehen zu lassen und den vollen Geschmack der Natur auszukosten.
Da gutes, frisches Gemüse meist nicht viel mehr braucht als ein bisschen Salz, haben wir uns entschlossen den Radieschen nur wenige aromatische Begleiter zu geben. Unsere leichte Estragon-Vinaigrette unterstützt wunderbar den Eigengeschmack der scharfen kleinen Knollen.

Die Kartoffeln gut abbürsten und ungeschält in reichlich gesalzenem Wasser gar kochen. Den Ofen auf 250°C Umluft vorheizen. Die Kartoffeln mit der flachen Hand zerdrücken und auf ein geöltes Backblech legen. Mit Olivenöl beträufeln, mit Pfeffer und grobem Meersalz würzen und 15 Minuten auf oberer Schiene mit Grillfunktion goldbraun backen.
Zwischenzeitlich den Estragon von den Stielen streifen und alle Zutaten für das Dressing im Blender gut mixen. Das Dressing mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Die Frühlingszwiebel in Ringe schneiden. Die Radieschen gut waschen, die Blätter entfernen und beiseite legen. Die Knollen halbieren und zusammen mit der Frühlingszwiebel 2-3 Minuten in etwas Olivenöl anbraten. Radieschengrün schmeckt wunderbar herzhaft und landet zu Unrecht oft im Mülleimer. Ihr könnt einige Blätter zum Schluss mit in die Pfanne geben und die Übrigen zu einem leckeren Pesto weiterverarbeiten.
Die Radieschen mit dem Dressing anmachen und zusammen mit den gebackenen Kartoffeln servieren.

28 Kommentare

  • Hallo ihr Superhelden der Küche,

    das sieht so super lecker aus! In meiner Balkonbepflanzung fehlen definitiv Radieschen!
    Danke an euch für diesen indirekten, aber sehr eindringenlichen Hinweiß!

    Viele Grüße,

    Patricia

    • Wann hast du sie denn gesät Eva? Eigentlich sind sie ja ratz fatz fertig zum Ernten. Ich hätte den Kasten am liebsten direkt mit der nächsten Ladung befüllt aber leider musste der Platz für Kräuter her :)

  • Hmmm köstlich! Ich habe vor kurzem zum ersten Mal warme Radieschen gegessen und war sehr begeistert von dem tollen Geschmack. Die Kartoffeln und die Estragonvinaigrette stelle ich mir sehr fein dazu vor.
    Ich wollte dieses Jahr auch bunte Radieschen ernten. Leider sind die Samen bei mir nicht gekeimt, also gibt es nur rote Radieschen. Manchmal ist selber (balkon)gärtnern auch ein bisschen frustrierend. Ich hoffe jetzt auf meine bunten Bete, die sehen besser aus und ich bin wahnsinnig gespannt, wie die schmecken werden.

    Liebe Grüße
    Melissa

    • Oh zum Glück ist bei uns alles gekommen. Auf unsere bunten Beten sind wir auch schon super gespannt und auf die bunten Möhren! Dafür waren die Radieschen mit diesem einen Gericht schon alle verputzt. Schade aber so viel Platz ist dann auch nicht und der leere Kasten hat schnell neue Bewohner gefunden. Ich drück die Daumen, dass deine bunte Bete ganz köstlich wird! Liebe Grüße, Susann

    • Wenn das mal kein Wink ist ;) Radieschen sind sowieso toll! Im Salat, in der Suppe, im Frühling findest du sie bei uns überall hihi. Liebe Grüße, Susann

  • Unfortunately, I am not one of those lucky people, who was born with a green thumb. But looking at your recipes and photography I want to give it another try. This recipe is so simple yet so SO creative.
    Oh also, your photography takes my breath away! :)
    Cheers!

  • I adore your works! So simple and really beautiful! I like jacket potatoes with herbed butter very much, but I never tried roasted radishes. I think I must do it soon)

  • Hallo liebe Krautköpfe,

    wenn ich euch so von selbstangebautem Gemüse von guter Qualität schreiben lese, muss ich euch darauf aufmerksam machen, dass es südlich von Berlin bei Bauern Mette (die Website ist der Knaller) Beete in Bioanbau zu „mieten“ gibt, die sehr ergiebige Mengen an Gemüse aller Art hervorbringen. Freunde von mir machen das nun schon seit drei Sommern und sind sehr zufrieden. Man kann selbst bestimmen was man anbaut, die Pflänzchen gibt es dann vom Bauern, das Beet wir regelmäßig gegossen (dann muss man nicht jeden Tag rausfahren) und am Wochenende gibt es regelmäßig Seminare zu Pflanzen und Gärtnern und allem Drumherum.

    Liebe Grüße,
    Sophie

    • Liebe Sophie, ich wollte schon mit einem ABER ansetzen, bis ich gelesen habe, dass die Beete gegossen werden! Das ist ja mal toll! Wir haben nämlich genau das Problem, dass wir aufgrund unseres Jobs im Sommer jedes Wochenende unterwegs sind und die Pflanzen dann manchmal zu kurz kommen. Das müssen wir uns wohl einmal ansehen! Mehr über den ganzen Anbau und die Bedürfnisse der Pflanzen zu erfahren, wäre auch mal toll. Wir machen alles einfach so, wie wir denken haha. Da stimmt wohl der Spruch mit den dümmsten Bauern Lieben Dank für die Info. Find ich total lieb von dir! Hab einen schönen Abend, Susann

  • OMG your photos are stunning!!! I wish I could learn how to take photos like that. Any tips? It looks like these are all taken with a light source other than natural lighting. Simply breathtaking! Not to mention the food looks wonderful.

    • Hey Vicki, nearly all of our photographs are taken with natural light. You don’t need much more! Thank you so much for your kind words. Best, Susann

  • Hallo ihr beiden!

    Das Rezept sieht super aus! Werde ich im Frühling in jedem Fall mal ausprobieren. Wir möchten dieses Jahr auch anfangen in einem Hochbeet eigenes Gemüse anzubauen. Wann müssen die meisten Sorten denn ausgesäht werden?

    Viele Grüße
    Hannah

    • Liebe Hannah, das kommt natürlich ganz darauf an, was genau du anbauen möchtest. Viele Samen können schon im März drinnen vorgezogen werden um dann im April draußen gepflanzt zu werden. Es gibt aber auch einige Gemüsesorten, die man schon früher säen kann bzw. muss. Am besten schaust du dazu einfach einmal in einen Aussaatkalender. Ich wünsche dir ganz viel Spaß mit deinem Hochbeet und würde mich über einen Erfahrungsbericht von dir freuen!! Wir haben uns letzten Jahr ebenfalls eines zulegt und sind super happy damit! Liebe Grüße, Susann

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