Für Springform Ø 18 CM

    Streuselkuchen mit Rührteig ist unser absoluter Lieblingskuchen! Er lässt sich schnell zubereiten und ist mit der Abwandlung nur weniger Zutaten unheimlich wandlungsfähig. Allein durch die verschiedenen Früchte der Saison lassen sich aus einem Rezept zig verschiedene Varianten zubereiten. Zurecht ist der Streuselkuchen ein wahrer Klassiker!
    Genauso, wie die Maschine, mit der wir unsere Teige verarbeiten: die KitchenAid Artisan*. Unzählige Kuchen- und Brotteige hat sie in den vergangenen Jahren für uns geknetet und gerührt. Als treuer Begleiter in vielen Haushalten feiert KitchenAid dieses Jahr 100-jähriges Jubiläum. Wahnsinn oder?! Mit der limitierten Queen of Hearts Kollektion feiern wir mit. Die Küchenmaschine erstrahlt in der neuen Farbnuance Passion Red und bringt die perfekte Kombination von Tradition und modernem Design auf den Punkt. Das Trimmband ist mit hundert roten Miniaturherzen besetzt. Was würde dazu besser passen als leuchtend rote Kirschen in unserem Streuselkuchen.

    Die Kirschen entsteinen und mit dem Zucker mischen.
    Den Ofen auf 180°C Ober- und Unterhitze vorheizen. Eine Springform von 18 Zentimeter Durchmesser gut fetten.
    Für die Streusel die Walnüsse grob hacken. Mehl, Zucker und Salz mischen. Die Butter in Würfel schneiden, zur Mehlmischung geben und mit der Küchenmaschine rasch zu Streuseln verarbeiten. Die Walnüsse einarbeiten und die Streuselmasse im Kühlschrank kalt stellen.
    Für den Kuchenteig Butter und Zucker cremig aufschlagen. Die Eier nach und nach hinzugeben, anschließend Mehl, Backpulver und Salz. Nur solange rühren, bis die Zutaten vermischt sind.
    Den Teig in die Backform füllen und glatt streichen. Die Kirschen, ohne den entstandenen Saft, auf dem Teig verteilen. Anschließend die Streusel darüber bröseln. Den Kuchen auf mittlerer Schiene etwa 60 Minuten backen (Stäbchenprobe). Zwischenzeitlich kontrollieren, dass die Streusel nicht zu dunkel werden und gegebenenfalls abdecken.

    Wenn wir unseren Garten ansehen, fühlen wir uns ein wenig wie Großeltern, die dem Enkel über den Kopf wuscheln mit den Worten: Bist du groß geworden! Da schwingt Stolz mit, eine enorme Faszination für die Natur und ihre kleinen und großen Veränderungen und auch Glückseligkeit.

    Bevor wir einen Einblick in das geben, was sich in den letzten Wochen hier getan hat, zeigen wir euch eine ganz besondere Bereicherung unseres Gemüsegartens. 

    Wie ihr bereits wisst, haben wir im Frühjahr mehrere Hundert essbare Stauden auf über 40 Quadratmetern rund um unser Gewächshaus gepflanzt. Unsere Hoffnung war es, den Garten damit optisch und kulinarisch zu bereichern, aber auch eine Spielwiese für Insekten zu schaffen, die jedes Jahr aufs neue blüht. Dass wir nach nur einigen Wochen bereits auf eine so üppig blühende Pracht blicken würden, hätten wir uns allerdings nicht erträumt. Wie alteingesessene Gartenbewohner wirken die Stauden schon jetzt. Und wenn man das aufgeregte Treiben von Wild- und Honigbienen, Hummeln und anderen Insekten anschaut, war es eine der besten Entscheidungen, die wir für die Neugestaltung unseres Gemüsegartens getroffen haben. Dafür mussten wir nicht einmal lange recherchieren oder planen, sondern haben die schon fertig zusammengestellten essbaren Staudenpakete von durchgeblueht.de* entdeckt. Eine Kooperation von Michael Simonsen und Olaf Schnelle. Entschieden haben wir uns für „Gruß aus der Lausitz“, „Kräutermischung Halbschatten“, „Mediterrane Kräuter“, „Essbare Blüten blau-weiss-rot“ und „Pizza“. Die größte Fläche war für die wunderschöne „Teemischung Blütenelixier“ reserviert. 

    Geerntet haben wir die Kräuter immer frisch für den täglichen Bedarf. Besonders die Stauden der Teemischung sind jedoch so gewuchert, dass sie einen ersten Rückschnitt nötig hatten. Diesen haben wir zum Anlass genommen eine große Portion Kräutertee aus Anis-Ysop, Frauenmantel, Rosenpappel, verschiedenen Minzen und Melissen, Salbei, Lavendel und Thymian zu trocknen.

    An einem warmen, sonnigen Vormittag haben wir die Kräuter als ganze Triebe geerntet. Vor dem Mittag enthalten die Pflanzen die meisten ätherischen Öle. Da wir diese durch schonende Lufttrocknung konservieren wollten, wurden die Kräuter nicht gewaschen. Ein kurzes Ausschütteln der Kräuter genügt. So bleibt der Trocknungsprozess möglichst kurz und das Aroma am stärksten. Je nach Kraut haben wir maximal zehn Triebe zu zwei Dutzend Sträußen locker mit Garn zusammengebunden und sie Kopfüber mit etwas Abstand zueinander auf unserem Dachboden aufgehängt. Was für ein Duft! Die optimale Trockentemperatur liegt bei etwa 35 Grad. Bei über 45 Grad geht bereits ein Teil der ätherischen Öle verloren. Wer die Kräuter im Dörrgerät oder Backofen trocknen möchte, sollte diese Temperatur nicht überschreiten. Rascheln die Kräuter und lassen sich zwischen den Fingern zerbröseln, sind sie fertig getrocknet. Je nach Temperatur kann das einige Tage bis Wochen dauern. Die Blätter möglichst im Ganzen von den Stielen abstreifen, in trockene, luftdicht verschließbare Gläser füllen und lichtgeschützt aufbewahren. So kann man das Gefühl von Sommer das ganze Jahr über bewahren.

    Nun ist es schon Ende Mai und endlich kommt in unserem neu angelegten Gemüsegarten alles zusammen. In den Wochen nach unserem letzten Bericht hat sich einiges getan. Die Beetflächen wurden fertig umrandet und für die Bepflanzung vorbereitet. Dabei sind wir noch auf einige Überraschungen gestoßen, die uns viele Stunden, ach Tage, an Arbeit gekostet haben. Von den Nerven ganz zu schweigen. Aber wir ersparen euch die leidigen Geschichten und uns die Erinnerung daran. Viel schöner ist es doch zu berichten, dass ein Großteil der Pflanzen nun im Boden ist und sich prächtig entwickelt. Diverse Kräuter, Fenchel, Radieschen und Spinat werden schon in Mengen geerntet. Die Erbsen ranken sich an ihrer neuen Kletterhilfe empor und Stück für Stück wandern auch die späteren Gemüsesorten in die Beete. Über 150 verschiedene Sorten sind es dieses Jahr geworden. Darunter allein 12 Tomatenvariationen und 8 Kartoffelsorten. Besonderen Wert bei der Auswahl unserer Sorten legen wir auf alte, selten gewordene, samenfeste Kulturpflanzen. Optimal ist es, wenn das Saatgut in der Region gewonnen wird. So sind die Pflanzen am besten an das Klima hier in Mecklenburg angepasst. 

    Neben den vielen verschiedenen Gemüsesorten, haben wir auf über 40 Quadratmetern, rund um unser Gewächshaus, eine Vielzahl an essbaren Stauden angepflanzt. 360 Pflanzen sind es an der Zahl, darunter Sorten wie Wiesenknöterich, Taglilie, Echinacea, Lavendel, Anis-Ysop, Malven, Glockenblumen, Frauenmantel, Süßdolde, Duft- und Horn-Veilchen, um nur einige zu nennen. Die Stauden sind so aufeinander abgestimmt, dass wir das ganze Jahr über essbare Blüten, Blätter oder Samen ernten können. Die unterschiedlichen Pflanzen ergeben in ihrer Mischung aus Blattformen und Wuchshöhen nicht nur optisch ein schönes Bild, sondern vertragen sich auch wunderbar als Nachbarn. Sie werden eine tolle Bereicherung unserer Küche sein, aber auch die Wirkung unseres Gartens prägen. Schließlich werden die Staudenbeete nicht, wie unsere Gemüsebeete, jedes Jahr aufs neue geplant und bepflanzt, sondern sind im besten Fall auf viele Jahre angelegt und entfalten immer wieder aufs neue ihre Pracht. Die versetzte und dadurch lang anhaltende Blühdauer wird nicht nur uns Freude bringen, sondern auch den vielen Wildbienenarten, die wir hier beobachten können. In Deutschland gibt es über 500 verschiedene Arten von ihnen. Wahnsinn oder? Jedoch ist, wie ihr sicher wisst, ein Großteil der Arten gefährdet oder sogar schon vom Aussterben bedroht. Das liegt vorrangig daran, dass ihre Futterquellen ganz spezifische Pflanzen sind, auf die die Insekten sich im Laufe der Evolution eingestellt haben. Die meisten Wildbienen sind auch bei der Wahl des Nistplatzes und des Bau­materials spezialisiert auf bestimmte Begebenheiten, die leider immer mehr verschwinden.

    Statt Artenvielfalt finden die Bienen eine Intensivlandwirtschaft in Monokultur vor. Wir können den gerade satt blühenden, gelben Rapsfeldern auch eine gewisse Schönheit abgewinnen. Mit Natur haben sie jedoch wenig zu tun, sondern tragen sogar zur Zerstörung eben dieser bei. Von Gentechnik, chemischen Düngern und Pestiziden fangen wir lieber gar nicht erst an. Wir möchten es, in unserem eigenen kleinen Kosmos, anders machen. Wir möchten selbst erfahren, was es bedeutet, die Natur im Rahmen unserer Möglichkeiten zu bereichern, anstatt sie nur auszubeuten. Manchmal ist das nicht leicht. Besonders, da wir uns für ein möglichst nachhaltiges Handeln erst einmal ganz viel Wissen und auch Erfahrungswerte aneignen müssen.

    Vielleicht erinnert ihr euch noch an unsere ersten Gedanken, vor über einem Jahr, zur Gestaltung des Nutzgartens. Damals war unsere Vorstellung, inspiriert von den Büchern die wir über Permakultur gelesen hatten, jeder Pflanze den passenden Ort auf dem 3.000 Quadatmeter großen Grundstück zuzuweisen und kleine Biotope zu schaffen, in denen Flora und Fauna im Einklang gedeihen und sich gegenseitig bereichern. Bereits im letzten Jahr haben wir uns dann jedoch für den klassischeren Bauerngarten entschieden. Klare, geometrische Formen vereinfachen für uns sowohl den Anbau, als auch die Pflege und Ernte des Gemüses. Abgehakt haben wir die Permakultur natürlich nicht. Im Grunde sehen wir sie eher als eine Philosophie, als eine konkrete Art zu Gärtnern, nach deren Grundsatz wir uns richten möchten: Mit der Natur, statt gegen die Natur. In einem naturnahen Bauerngarten spielen ohnehin viele Aspekte der Permakultur mit. Natürliche Kreisläufe können selbstverständlich auch in geordneten Formen ablaufen. Dazu zählt für uns eine bewusste Fruchtfolge und Mischkultur, sowie eine dicke Schicht Mulch aus Rasenschnitt auf den Beeten, das Ansetzen von natürlichen Mitteln zur Stärkung der Pflanzen wie Jauchen, Brühen und Tees. Das nur kurz, da wir es bereits an anderer Stelle im Blog beschrieben haben. 

    Mit der Natur zu arbeiten bedeutet aber auch, Plätze für Nützlinge zu schaffen. Bevor wir es endlich einmal schaffen eine Hängematte im Garten aufzuspannen, wird vermutlich noch das nächste Wildbienenhaus gebaut, Stein- und Holzhaufen aufgeschüttet um Platz für Igel, Insekten, kleine Reptilien und Amphibien zu schaffen. Vielleicht ist all das nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Die drastischen Veränderungen unserer Welt können wir damit nicht aufhalten. Aber vielleicht können wir den ein oder anderen dazu inspirieren, es uns gleich zu tun und die Faszination für die Abläufe in der Natur für sich zu entdecken.

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