Für 2 Personen

Dieser Beitrag könnte genauso gut "Die ewige Suche nach dem Nino See mit plötzlicher Steinpilzbeute" heißen. Im korsischen Gebirge findet man im Herbst nichts als Weite und das Rauschen des Windes. Man hat das Gefühl, als hätte seit Ewigkeiten niemand mehr diese wundervollen Plätze und Landschaften gesehen. Kein Mensch, dem man begegnet, nur Natur. Die Berge in dichten Nebel gebettet, der von einer auf die andere Minute aufzieht und das Tal wie eine Welle überrollt.
Wir sind aufgebrochen, um zum Nino See zu wandern und alles hat eigentlich gepasst. Wie im Wanderführer beschrieben zogen wir durch duftende Kiefernwälder, da war der kleine Bach und nach einem Anstieg über Geröll erreichten wir den Bergkamm. Und trotzdem war nach über 3 Stunden Aufstieg weit und breit kein See in Sicht. Nur dichter Nebel und die Gewissheit, dass es bald dunkel werden würde. Der Weg ist das Ziel, sagt man doch. Bei allem, was wir gesehen haben, trifft das wohl auch zu, aber dennoch ist es ein komisches Gefühl umzukehren, ohne das Ziel erreicht zu haben. Wir sind also den selben Weg zurückgewandert, dieses Mal die Augen im dämmrigen Licht auf den Boden gerichtet, anstatt auf die Landschaft, und da standen sie auf einmal. Wunderschöne Steinpilze! Gerade noch rechtzeitig, vor Einbruch der Dunkelheit, haben wir unser Auto erreicht, auch wenn die letzten Meter schon fast im Laufschritt zurückgelegt werden mussten. Doch die wundervolle Aussicht in über 2000m Höhe, umhüllt von Wolken und die leckeren Pilze im Gepäck ließen den unerreichten See schnell in Vergessenheit geraten. Und auf der Rückfahrt zu unserer Ferienwohnung hatten wir nur noch eins im Kopf: Was möchten wir mit diesen Prachtexemplaren kochen?

Die frischen Maronen werden oben kreuzweise mit dem Messer eingeritzt und dann im Backofen bei 200°C etwa 20-30 Minuten geröstet. Direkt nach dem Backen, noch heiß, schälen. Wenn euch das zu aufwendig ist, könnt ihr auch gekochte Esskastanien verwenden. Währenddessen die Süßkartoffeln schälen und in Spalten schneiden. Gewürzt werden sie mit einem Thymian-Zitronen-Knoblauch-Salz. Hierzu die Schale einer unbehandelten Bio Zitrone abreiben, den Knoblauch kleinhacken, die Blättchen des Thymian abzupfen und alles mit 1TL Meersalz mischen. Das Salz und 1EL Olivenöl auf den Süßkartoffelspalten verteilen und etwas einmassieren. Anschließend gehen sie ebenfalls für 20 Minuten in den heißen Ofen, bis die Spalten knusprig gebacken sind.
Zum Schluss noch die Steinpilze putzen und in Scheiben schneiden. Die Schalotte in kleine Würfel hacken und in etwas Olivenöl in einer Pfanne anschwitzen. Steinpilze und Maronen hinzugeben und anbraten. Mit Salz und Pfeffer würzen und mit der Petersilie bestreuen. Vor dem Servieren noch etwas Olivenöl über das komplette Essen träufeln. Ein leckerer, knackiger Salat passt wunderbar zu dem einfachen Pilzgericht.

Für 4-6 Stück

Crumble gehört zum Herbst wie die bunten Blätter. Der Duft von Äpfeln und buttrigen Streuseln mit Zimt, frisch aus dem Ofen, ist unschlagbar und lässt die trübe Stimmung draußen schnell vergessen. Dieses Mal haben uns auf dem Wochenmarkt aber wunderschöne Quitten angelacht, die wir nicht liegen lassen konnten. Zusammen mit Vanille, Ingwer und leckeren Gewürzstreuseln ergeben sie ein fruchtig, süßes Gebäck mit einer herb-scharfen Note. Einfach eine tolle Mischung eben.

Die Mandeln und Haselnüsse zermahlen und mit dem Vollkornmehl, Haferflocken und dem Meersalz vermischen. Sternanis, Nelke und Zimtblüte im Mörser zerkleinern und 1/2 TL der Gewürzmischung ebenfalls unter das Mehl heben. Nun die Alsan in kleine Würfel schneiden und gemeinsam mit 2-3 EL Reissirup unter die trockenen Zutaten kneten, bis ein bröseliger Teig entsteht.
Die Quitten schälen und in kleine Stücke schneiden. Da Quitten sehr schnell braun werden, empfiehlt es sich eine Schüssel mit Zitronenwasser bereitzustellen und die geschälten Früchte dort aufzubewahren. Den Ingwer reiben und zusammen mit dem Vanillemark, Apfelsaft und 2-3 EL Reissirup zu den Quitten geben. Alles gut durchmischen und in eine eingefettete Auflaufform oder kleine Förmchen füllen. Mit den Bröseln bestreuen und bei 180°C Ober-/Unterhitze auf unterster Schiene etwa 20-25 Minuten backen, bis die Streusel goldbraun und schön knusprig sind.

Für 2 Personen

    Wir haben ja schon mit dem Maronen-Fenchel-Salat angedeutet, dass wir im Urlaub nicht nur die Sonne genossen haben und viel gewandert sind, sondern auch ein paar Gerichte für euch gekocht und fotografiert haben. Korsika ist ein Traum und jedes Städtchen, das wir besucht haben, hatte seinen ganz eigenen Charme. Besonders beeindruckend fanden wir die Hafenstadt Bonifacio, ganz im Süden der Insel, die auf weißen Kreidefelsen direkt über dem Meer liegt. Der Blick auf die Stadt, bei der man das Gefühl hat, dass sie jeden Moment ins Meer rutschen könnte, ist wunderschön. Aber auch die engen, kopfsteingepflasterten Straßen der Altstadt, mit den vielen verschiedenen Texturen und Farben der Türen, Fenster und Wände könnte man sich tagelang ansehen. Doch irgendwann ist auch einmal Abend und Zeit zum Essen. Komischerweise kamen kurz vor Sonnenuntergang ganz viele Menschen aus der Stadt gestürmt, sodass wir schon dachten, die Brücke würde hochgeklappt werden und es wäre Schicht im Schacht. Zum Glück war dem aber nicht so und wir konnten uns ganz gemütlich mit einem Glas Rotwein in eines der kleinen Restaurants setzen und die laue Abendluft genießen. Wir bestellten ein typisch bonifacisches Gericht. 'Aubergines à la bonifacienne' sind gefüllte Auberginen in einer schmackhaften Tomatensoße. Ein tolles deftiges und bodenständiges Essen, das wir direkt, in etwas abgewandelter Form, für euch nachkochen mussten. Auberginen, Tomaten und Käse sind sowieso eine grandiose Kombination. Wer schon einmal unser Parmigiana nachgekocht hat, kann das sicherlich bestätigen.

    Für das mediterrane Gericht bereiten wir als erstes die Tomatensoße zu. Dafür die Tomaten häuten, vom Strunk befreien und in kleine Stücke schneiden. 1 Knoblauchzehe und 1 Schalotte klein hacken und in etwas Olivenöl anschwitzen. Die Tomaten hinzugeben und zu einem Sugo einkochen lassen. Nun die Oliven entsteinen, kleinschneiden und zur Soße geben. Mit Honig, Meersalz und Pfeffer abschmecken.
    Während die Soße einkocht, die Auberginen halbieren und 5 Minuten in kochendes Salzwasser tauchen, danach mit einem Löffel aushöhlen. Das Innere der Auberginen zusammen mit gehacktem Knoblauch und Schalotte in etwas Olivenöl anrösten. Die Masse mit Meersalz und Pfeffer würzig abschmecken. Das Baguette in kleine Würfel schneiden, die Milch erhitzen und über die Brotstücke verteilen. Zugedeckt etwa 20 Minuten einweichen lassen. Anschliessend das weiche Baguette, Kapern, Ei und 75g geriebenen Parmesan mit der Auberginenmasse verkneten. Im Originalrezept kommt noch der typisch korsische Brocciu in die Füllung. Das ist ein Frischkäse aus Schafs- oder Ziegenmilch. Die Auberginenhälften werden nun mit der Masse gefüllt und auf die Tomatensoße in eine Auflaufform gelegt. Mit dem restlichen Parmesan bestreuen und im vorgeheizten Ofen etwa 25-30 Minuten bei 180°C backen.
    Währenddessen kann das Pesto zubereitet werden. Hierzu die Pinienkerne und das Basilikum grob hacken und zusammen mit 1-2 EL Olivenöl in eine Schüssel füllen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und vor dem Servieren auf den Auberginen verteilen.

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