JUL 2024
Wie mit Aquarell gemalt
In den vergangenen Wochen hat sich der Fokus in den neuen Staudenbeeten rund um die Sitzecke von den imposanten, ausladenden Pflanzen hin zu den feineren verschoben. Sie fügen sich weich, durchlässig und voller leiser Bewegung in die Bepflanzung ein. Es entsteht ein feines Spiel unterschiedlicher Formen in Blatt- und Blütenwerk. Silbergrüner, kugeliger, fast architektonisch wirkender Palmlilien-Mannstreu steht zwischen luftigem Epilobium; die weich fallenden, schmalen Blüten der Echinacea pallida „Hula Dancer“ ragen aus Schleiern von Federmohn hervor. Dazwischen leuchten unermüdlich die prall gefüllten Rosenblüten, die sich mit zarter Präsenz durch alles hindurchwinden. Im strahlenden Sonnenlicht wirkt das Beet wie mit Aquarell gemalt.
Besonders schön sind zu dieser Zeit die Einstreuer, die sich durch Selbstversamung lebendig im Beet bewegen: weiße Schaben-Königskerzen, wilde Möhren „Dara“ und gelbe Skabiosen, die die hellgelben, schwebenden Köpfe des Riesenschuppenkopfes im unteren Bereich des Beetes noch einmal in kleiner Form aufgreifen.
Pflanzplanung: Sebastian Conrad