MAI 2025

Unter den ausladenden Kronen unserer Birken zeigt sich der Wiesenkerbel in diesem Frühling ganz bemerkenswert. Am frühen Morgen fällt das Licht flach durch die Bäume, scheint die hellweißen Doldenwolken schweben zu lassen und verleiht ihnen eine Präsenz, die beinahe die auffällige Tamariske übertrifft, die sonst so gerne den Blick auf sich zieht.

Dabei vermittelt der Wiesenkerbel genau das, was wir uns für diesen Bereich wünschen – ein wildes, lebendiges Bild, das an natürliche Wiesen erinnert. So schafft diese Pflanze eine schöne Verbindung zu den Wiesenbereichen im Garten. Der Doldenblütler versamt sich stark, lässt sich aber durch einen zeitigen Rückschnitt gut in Zaum halten, wenn man ihn begrenzen möchte.

Neben dem Wiesenkerbel wachsen in den Beeten Pflanzen in kultivierter Form, die nur wenige hundert Meter weiter in einem verwunschenen Waldabschnitt in ihrer ursprünglichen Wildgestalt wachsen: Salomonssiegel, Nelkenwurz und Vergissmeinnicht.

Im Zusammenspiel aus Bodendeckern, Stauden und Gehölzen entsteht eine feine Schichtung, die dem Vorgarten Tiefe gibt.

Ein Hauch von Weiß und Rosa

Pflanzplanung: Sebastian Conrad