SEP 2025

In den letzten vier Jahren haben wir zu unserem kleinen Dorffest je ein Dutzend Gartensträuße gebunden. Ich kann mich für Stunden darin verlieren, zu ernten und zu arrangieren. Das Schönste für mich ist es allerdings gar nicht, die Tische damit zu schmücken, sondern die freudigen Diskussionen darüber zu beobachten, wer welchen der Sträuße mit nach Hause nehmen wird. Damit für alle etwas Passendes dabei ist, variiere ich Farben und Formen – manche Sträuße sind ganz luftig, mit zarten Blüten, andere ausladend mit saisonalen Früchten wie Mirabellen, in wieder anderen sollen möglichst viele der Dahliensorten Platz finden. Ich lasse mich dabei ganz von meinem Gefühl treiben und befinde mich fast schon in einem rauschähnlichen Zustand. Erst wenn alles fertig ist, tauche ich wieder auf und nehme ganz bewusst wahr, was da zwischen meinen Händen entstanden ist. Sich einer Sache so hingeben zu können, ist für mich einer der schönsten kreativen Prozesse.

Im Blütenrausch des Spätsommers