Für 2-3 Personen

    Als Grundlage für unsere Tarte bereiten wir einen einfachen Mürbeteig zu. Die Kürbiskerne mahlen und mit Vollkornmehl und Salz in einer Schüssel vermischen. Die Butter in kleine Würfel schneiden und zusammen mit dem Ei und Wasser dazugeben. Alles zu einem geschmeidigen Teig kneten, in Frischhaltefolie wickeln und 30 Minuten im Kühlschrank ruhen lassen.
    In der Zwischenzeit den Grünkohl waschen, die Stiele entfernen und das Wintergemüse grob hacken. Piment und Bockshornklee mörsern, die Schalotte und den Knoblauch klein hacken und mit den Gewürzen in etwas Butter in einer großen Pfanne andünsten. Den Grünkohl hinzugeben und etwa 10 Minuten schmoren, bis der Kohl zusammengefallen ist. Mit Meersalz, Pfeffer und eventuell etwas Reissirup abschmecken. Die Walnüsse grob hacken und untermischen. Den Ricotta ebenfalls mit Salz und Pfeffer würzen und etwas Abrieb einer Muskatnuss hinzugeben.
    Die Kartoffeln, gewaschen oder geschält, in kochendes Salzwasser geben und garen. Danach in Scheiben schneiden. Gut eignen sich für das Gericht auch Pellkartoffeln vom Vortag.
    Den Mürbeteig nach der Ruhezeit auf einer bemehlten Arbeitsfläche rund ausrollen, mit einer Gabel einstechen und auf ein Backblech geben. Nun kommt der Ricotta auf den Teig, darüber verteilt ihr einen großen Teil der Kartoffelscheiben und deckt alles mit dem Grünkohl ab. Die übrigen Kartoffelscheiben obendrauf legen. Lasst beim Belegen einen Rand von einigen Zentimetern, der jetzt eingeschlagen wird. Wer mag, kann den Rand noch mit etwas Joghurt bepinseln, damit er eine schöne, goldgelbe Farbe bekommt.
    Die oberen Kartoffelscheiben mit etwas Olivenöl beträufeln, damit sie schön knusprig werden und die Tarte für ca. 30-35 Minuten bei 180°C (Umluft) in den vorgeheizten Backofen schieben. Wichtig ist es, die untere Schiene vom Ofen zu verwenden, damit der Teig richtig knusprig wird.
    Besonders schön ist das Gericht auch als Vorspeise, wenn Gäste zu Besuch kommen. Eine Minitarte für jeden, mit ein paar Blättern Wintersalat als Beilage.

    8 Kommentare

    • Mit Grünkohl kann man also doch mehr machen, als eine norddeutsche Nationalspeise ! Zu unrecht ist diese phantastische Tarte noch nicht kommentiert. Das Rezept ist genial, klappt sehr gut, ist superlecker und der Boden optimal. Im Vergleich zu dem Boden bei der Kürbis-Wurzelgemüse-Tarte gleich mit Belag gebacken ist die Konsistenz genau richtig. Da ich keine Kürbiskerne hatte, haben es geriebene Haselnüsse und ein wenig Kürbiskernöl auch getan. Vielen Dank für ein auch von meinen süddeutschen Gästen sehr gelobtes Rezept.

      • Liebe Lotto, wie schön, dass es dir so gut geschmeckt hat! Grünkohl ist tatsächlich ein tolles, leider immer noch unterschätztes Gemüse. Es gibt wahnsinnig viele großartige Rezepte mit dem Zauberkohl aus Amerika. Man kann so viel damit machen! Liebe Grüße, Susann

    • Hallo Krautkopf,
      ich bin über das Foto und den Bericht über Euch in der Zeitschrit
      „Lust auf Genuss“ auf dieses Rezept Grünkohltarte gestoßen. Hört sich gut an und sieht gut aus
      Werde das auch schnellstmöglich nachkochen. Allein das Foto macht schon neugierig.
      Ich habe ja gelesen das es Euch zunächst schwergefallen ist die Zutaten und Mengen aufzulisten.
      Deswegen traue ich mich eigentlich gar nicht mehr meine Bitte vorzutragen: Kalorien, Fett, KH usw.
      anzugeben. Bin gerade mal wieder angehalten darauf zu achten. Ich weiss das es ziemlich mühselig ist
      das aus entsprechenden Tabellen zu erstellen.
      Ich habe noch nicht weiter bei Euch gestöbert. Werde das aber gleich mal tun.
      Gruß
      Michael

      • Hey Michael, schön, dass du über das Magazin zu uns gefunden hast!
        Ehrlich gesagt, sind wir selbst überhaupt keine Menschen, die auf solche Werte achten. Wir essen das, was unserem Körper gut tut und das kann man, meiner Meinung nach, nicht aus Tabellen ablesen. Deswegen werden wir Kohlenhydrat-, Fettwerte, etc. auch in Zukunft nicht angeben. Ich hoffe, du hast trotzdem Lust das ein oder andere Gericht von uns nachzukochen! Liebe Grüße, Susann

    • Der liebe Grünkohl und ich haben schon seit längerem Frieden miteinander geschlossen. Wie so viele mochte ich ihn lange nicht, obwohl ich in meiner Kindheit alles andere an Grünzeug hoch und runter gegessen habe. Dosen kannte ich nur aus dem Supermarkt. Schon meine Eltern haben alles frisch auf dem Markt gekauft oder selbst angebaut. Aber Grünkohl war für meine Mutter immer der Erzfeind. Sie hat ihn nur meinem Vater zuliebe gekocht und wie die meisten mit fettigem Speck und Mettwurst.
      Dabei ist Grünkohl so lecker und auch facettenreich. Vorher durchgeknetet ein toller Salat und mit Rosinen und orientalischen Gewürzen geschmort ein Gedicht.
      Auf der Suche nach neuen Grünkohl Alternativen habe ich mich heute an euer Rezept gewagt. Es war einfach nur lecker. Das gab es bestimmt nicht das letzte Mal. Der Teig schmeckt famos und alles zusammen harmoniert es einfach wunderbar.
      Mir war nur der Grünkohl zu trocken – zu heiß gedünstet?? – Vielleicht werde ich einfach das nächste mal noch einen Hauch Gemüsefond dran geben. Dann befürchte ich aber, dass der wunderbar mürbe Teig zu nass wird. Oder eben wie auf eurem Foto noch ein paar Ricotta Kleckse zwischen den Grünkohl, diese könnten dem Grünkohl auch schon mehr Feuchtigkeit geben.
      Alles in allem in tolles Herbst/Wintergericht, dass ich nur wärmstens empfehlen kann. Danke dafür!

      • Liebe Anja, wie schön, dass du unsere Tarte gebacken hast! Ich finde es super, dass der Kohl seit einiger Zeit wieder im Kommen ist und langsam auch in Deutschland sein verstaubtes Image ablegt. Wir lieben ihn und müssten eigentlich noch viel mehr damit kochen!
        Probier es doch beim nächsten Mal einfach mit etwas Gemüsebrühe aus. Wenn du die Tarte ganz untern im Ofen bäckst, wird sie vielleicht trotzdem schön knusprig. Es kann aber auch passieren, dass sich der ganze Saft aus dem Kohl dann am Boden sammelt und ihn, wie du auch schon vermutet hast, einweicht und matschig macht. Solltest du es trotzdem ausprobieren, dann sag mir sehr gern Bescheid, wie du es fandest! Liebe Grüße und vielen Dank für dein liebes Feedback, Susann

    • Das klingt ganz hervorragend und wird Teil des Silvestermenüs. Ich überlege, die Minitartes-Variante als Vorspeise zu machen, das wird zwar aufwendig, aber bestimmt schön. Würdet Ihr die Minitartes trotzdem auf einem normalen Blech machen oder eher in Muffinformen, damit man den Grünkohl etwas höher bekommt und die Minitartes nicht zu teigig werden? Und gibt es schon Erfahrungen zur Backzeit? Ich werde es leider nicht schaffen, vorher rumzuprobieren. Vielen Dank!

      • Liebe Nina, ausprobiert haben wir es als kleine Tarts bisher nicht. Die Idee mit den Muffinformen finde ich super, ich würde den Teig dann allerdings vorbacken, damit er trotzdem knusprig wird und die Gesamtbackzeit dann etwas reduzieren. Genaue Angaben kann ich leider auch nicht machen. Wir werden es bei Gelegenheit selbst einmal ausprobieren, damit wir die Idee etwas konkreter ausformen können. Hab ein tolles neues Jahr, Susann

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