Für 2 Personen

    Als Silit* bei uns angefragt hat, ob wir Lust hätten an der „Natural Cooking Week“ teilzunehmen, waren wir natürlich sofort begeistert! Die Idee zur Aktion ist es, eine Woche lang ausschließlich mit Produkten aus der direkten Umgebung zu kochen - gesund, lokal, saisonal. Wir kaufen unser Obst und Gemüse sowieso saisonal und möglichst regional auf dem Wochenmarkt ein und kochen immer mit frischen Produkten. Aber wie ihr wisst, lieben wir auch Gewürze, kochen gerne mal asiatisch mit Ingwer, Kokosmilch und frischen Kräutern. Für uns war es also trotzdem eine Herausforderung ausschließlich regionale Produkte zu verwenden. Das heißt nämlich auch, kein Olivenöl, Pfeffer und andere exotische Gewürze oder auch Kräuter, die um diese Jahreszeit nicht mehr draußen wachsen, zu verwenden. Und keine Grundnahrungsmittel, die nicht in Deutschland bzw. am besten sogar in unserer direkten Umgebung angebaut werden. Da fängt man dann doch erst einmal an zu recherchieren. Welche Gewürze kommen eigentlich ursprünglich aus Deutschland, welche werden mittlerweile hier angebaut? Werden Linsen überhaupt noch aus heimischem Anbau geerntet, gibt es Balsamico nur aus Italien? Fragen über Fragen bei denen schnell klar wurde, wie viele importierte Produkte man täglich verwendet, auch wenn man die frischen Zutaten auf dem regionalen Wochenmarkt einkauft. Dass die Aktion kein Zuckerschlecken werden würde, haben wir dann auch direkt am ersten Tag zu spüren bekommen. Geplant war, dass wir auf einem kleinen Hof bei uns in der Nähe frische Rote Bete direkt aus der Erde ziehen, um daraus einen leckeren Salat zu machen. Noch frischer und regionaler gehts ja nicht. Aber Pustekuchen, es ist innerhalb weniger Tage so kalt geworden, dass die Erde komplett gefroren war! Statt zu ernten, haben wir dann einen morgendlichen Spaziergang durch die Kälte gemacht um uns danach, in Wolldecken gewickelt, mit einem leckeren Porridge zu wärmen.
    Ihr wisst ja, dass wir unsere Nussmilch immer selbst machen. Für dieses Gericht haben wir eine Haselnussmilch verwendet, die wir sowieso im Kühlschrank hatten. Der nussige Geschmack passt einfach herrlich zu dem Gericht! Super wäre auch ein wenig Orangensaft gewesen oder eine Prise Zimt. Stattdessen haben wir den Geschmack mit einem Schuss Sanddornsaft abgerundet und die frische säuerlich-herbe Note mit etwas Honig aufgefangen. Wusstet ihr, dass Sanddorn nicht nur an der Küste wächst? Wir haben ihn sogar schon mitten in Berlin gefunden und verwenden den Saft seit einer Weile super gerne für Gerichte mit Möhren oder Kürbis oder mischen ihn in unsere frisch gepressten Säfte, denn Sanddorn ist sehr gesund und enthält sogar Vitamin B12. Aber genug davon, jetzt gibts erst einmal das Rezept zu unserem Porridge mit Kürbis und Äpfeln.

    Den Kürbis und die Äpfel schälen, vom Kerngehäuse befreien und in Würfel schneiden. In einem Topf einen Esslöffel Butter schmelzen und die Kürbiswürfel in dem Sanddornsaft 5-8 Minuten dünsten, bis das Gemüse bissfest ist. Apfelwürfel, Salz und Honig dazugeben und weitere 2-3 Minuten dünsten. Die Hälfte der Mischung pürieren.
    Die restliche Butter in einem Topf schmelzen und die Haferflocken darin rösten, bis sie anfangen zu duften. Die Nussmilch und die pürierte Apfel-Kürbis-Mischung einrühren, aufkochen und 3-4 Minuten köcheln lassen, bis ein cremiger Brei entsteht. Kurz abkühlen lassen. In der Zwischenzeit die Kürbiskerne in einer kleinen Pfanne ohne Öl rösten, bis sie anfangen zu knacken. Den Haferbrei abschmecken und nach Belieben noch etwas kalte Milch einrühren. Den Porridge mit den übrigen Apfel- und Kürbisstückchen, sowie den Kürbiskernen servieren.

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