Unsere Saatgut-Tabelle für den Gemüseanbau

Salate gab es im letzten Jahr fast gar keine in unserem Garten. So haben wir die Liste für diese Saison auch hier noch erweitert.

Wenn man eine solche Tabelle Jahr für Jahr führt, hilft es eine gute Routine zu entwickeln. Wir können nachvollziehen, was wir in welchen Mengen gepflanzt haben und können nach der Saison auswerten, was wir im nächsten Jahr optimieren wollen. Natürlich ist die Liste auf unsere Vorlieben und Gartengröße angelegt. Es ist unser persönlicher Saatplan. Trotzdem möchten wir die Tabelle gerne mit euch teilen, da unsere Herangehensweise, Anbaumengen und bestimmt auch unsere Sortenauswahl für den ein oder anderen spannend sein könnte.

2018 haben wir erst richtig mit dem Gemüseanbau gestartet und testen uns gerade durch verschiedene Sorten, um zu entdecken, welche uns am besten gefallen, aber auch, welche für unseren Standort gut geeignet sind. Das ist einer der Gründe, aus denen wir so viele verschiedene Sorten kultivieren. Wir lieben die Auswahl an Formen, Farben und Geschmacksrichtungen und nutzen unterschiedliche Sorten einer Art in der Küche für ganz unterschiedliche Zubereitungen. Ob zum Beispiel unsere Tomaten frisch gepflückt aufs Brot kommen, zu Tomatensauce eingekocht oder getrocknet werden, entscheidet Größe, Konsistenz und natürlich Aroma der Früchte.

Unser Saatgut ist aus biologischem Anbau und samenfest. Dies ermöglicht es uns, für bestimmte Kulturen das Saatgut selbst zu gewinnen. Das eigene Saatgut passt sich mit der Zeit immer besser an unseren Standort an und gedeiht damit möglichst gut unter den hier herrschenden Bedingungen. Aktuell entnehmen wir das Saatgut nur von wenigen Kulturen, möchten die eigene Saatgutgewinnung in den nächsten Jahren aber gerne ausbauen. Hier gilt es wieder Neues zu lernen! Es wird also nie langweilig beim Gärtnern.

Das neue Jahr ist gerade zwei Wochen alt und schon sind wir wieder im Garten-Fieber und pendeln zwischen Saatguttütchen, Tabellen und Notizen aus der letzten Saison hin und her.

Wer, wie wir, über 100 verschiedene Gemüsesorten anbaut, benötigt, gerade am Anfang, ein wenig Planung, um nicht den Überblick zu verlieren. Dazu haben wir uns eine Tabelle angelegt, mit der wir das Jahr über arbeiten.

Neben den Sorten notieren wir hier die ungefähre Menge an Pflanzen, die wir in dem Jahr anbauen möchten und Hinweise dazu, wie oft wir die Kultur neu ansäen sollten um eine möglichst lange Ernteperiode zu erzielen. Wir finden in der Tabelle Informationen darüber, ob und wann das Gemüse vorgezogen werden muss, wann es ausgepflanzt werden kann. Ob die Kulturen ins Freiland oder Gewächshaus gepflanzt werden sollen und mit welchem Pflanzabstand. Ob es sich um Stark-, Mittel- oder Schwachzehrer handelt und woher wir das Saatgut bezogen haben, um es gegebenenfalls nachzukaufen. Eine kleine Datenbank also, die uns bei der Planung unseres Gartenjahres hilft.

Dank Kalenderspalten können wir die Liste Monat für Monat abarbeiten und die Anzucht koordinieren. Orange zeigt die Voranzucht an und Grün die Saat bzw. Pflanzung ins Freiland. Die erste Spalte in der Tabelle nutzen wir, um eine Sorte als „bereits angesät“ zu markieren oder um uns, mittels Ampelfarben, eine Übersicht zu erstellen, welche Sorten in dem aktuellen Monat mit welcher Priorität in die Erde müssen.

Die Tabelle haben wir bereits für die letzte Saison erstellt und so mussten wir dieses Jahr lediglich eine kleine Inventur machen und haben die Liste mit neuen Sorten ergänzt bzw. Kulturen, die wir nicht mehr anbauen möchten, entfernt. Für dieses Jahr haben wir zum Beispiel noch einige Bohnen zum trockenen hinzugefügt und für Tomaten, Paprika und Gurken besonders freilandtaugliche Sorten ausgewählt, da wir weniger ins Gewächshaus pflanzen möchten.

Hier kannst du dir unsere aktualisierte Saatgut-Tabelle 2022 als ZIP herunterladen. Das Archiv enthält eine Apple Numbers, Microsoft Excel und PDF Datei.